Lauretanische Litanei: der vollständige Wortlaut in Latein und Deutsch
Alle 49 Anrufungen der Muttergottes lateinisch und deutsch, so wie die Kirche die Litanei bis 1962 gebetet hat, dazu ihre Geschichte von Loreto bis 1950 und der Ablass nach den Preces et pia opera.
Eine Reihe kurzer Ehrentitel der Muttergottes, und nach jedem antworten die Gläubigen „Bitt für uns“: So klingt die Litanei, die traditionell am Samstag, im Mai und im Oktober gebetet wird. Diese Litanei heißt nach dem italienischen Wallfahrtsort Loreto, wo sie im 16. Jahrhundert jeden Samstag gesungen wurde. Dieser Ratgeber bringt die Lauretanische Litanei im vollständigen Wortlaut, lateinisch und deutsch, so wie die Kirche sie bis 1962 gebetet hat. Dazu erfahren Sie, wie man sie betet, woher sie stammt, wann welche Anrufung hinzukam und welcher Ablass mit ihr verbunden ist.
- Die Lauretanische Litanei ist ein Wechselgebet zu Ehren der allerseligsten Jungfrau Maria: Auf jeden ihrer Ehrentitel antworten die Betenden „ora pro nobis“, auf Deutsch „bitt für uns“.
- Papst Sixtus V. hat sie mit der Bulle Reddituri vom 11. Juli 1587 förmlich gutgeheißen. Der älteste bekannte Druck stammt aus Dillingen, um 1558.
- Die letzten Anrufungen kamen 1883 (Königin des Rosenkranzes), 1903 (Mutter vom guten Rate), 1917 (Königin des Friedens) und 1950 (Königin, in den Himmel aufgenommen) hinzu.
- Nach der Sammlung Preces et pia opera von 1952 ist die Litanei mit einem Ablass von sieben Jahren verbunden. Wer sie einen Monat lang täglich mit Versikel und Oration betet, gewinnt unter den üblichen Bedingungen einen vollkommenen Ablass.
Was ist die Lauretanische Litanei?
Die Lauretanische Litanei ist ein Bittgebet der Kirche zu Ehren der Muttergottes. Ein Vorbeter nennt nacheinander ihre Ehrentitel, etwa „Mutter Christi“ oder „Zuflucht der Sünder“, und alle antworten „bitt für uns“. Ihren Namen hat sie vom Marienwallfahrtsort Loreto in Italien.
Eine Litanei ist ein Gebet im Wechsel, das in der Kirche seit alter Zeit für die Anliegen der Christenheit und in Notzeiten gebetet wird. Die Lauretanische Litanei folgt einem festen Bau: Sie beginnt mit dem Kyrie und der Anrufung der heiligsten Dreifaltigkeit, dann folgen die Titel der allerseligsten Jungfrau in Gruppen. Zuerst stehen die Titel als Mutter, dann als Jungfrau, danach Sinnbilder wie „Turm Davids“ oder „Arche des Bundes“, schließlich die Titel als Königin. Den Abschluss bilden das dreifache Lamm Gottes, ein Versikel und eine Oration. Viele beten die Litanei vor einem Bild oder einer Statue der Muttergottes im eigenen Haus.
Wie lautet die Lauretanische Litanei?
Die Lauretanische Litanei beginnt mit Kyrie, eleison und der Anrufung der heiligsten Dreifaltigkeit. Es folgen die Ehrentitel Mariens, auf die jeweils „ora pro nobis“ oder „bitt für uns“ geantwortet wird. Den Schluss bilden das dreifache Agnus Dei, ein Versikel und eine Oration.
Der lateinische Text folgt der amtlichen Sammlung Preces et pia opera von 1952 (Nr. 319), der deutsche Text dem Gebetbuch Heiliges Volk des Bistums St. Pölten von 1960. Nach jeder Anrufung der Muttergottes antwortet man „ora pro nobis“ beziehungsweise „bitt für uns“.
| Nr. | Lateinisch | Deutsch |
|---|---|---|
| Kyrie, eleison. Christe, eleison. Kyrie, eleison. | Herr, erbarme dich unser. Christus, erbarme dich unser. Herr, erbarme dich unser. | |
| Christe, audi nos. Christe, exaudi nos. | Christus, höre uns. Christus, erhöre uns. | |
| Pater de caelis, Deus, miserere nobis. | Gott Vater vom Himmel, erbarme dich unser. | |
| Fili Redemptor mundi, Deus, | Gott Sohn, Erlöser der Welt, | |
| Spiritus Sancte, Deus, | Gott Heiliger Geist, | |
| Sancta Trinitas, unus Deus, | Heilige Dreifaltigkeit, ein einiger Gott, | |
| 1 | Sancta Maria, ora pro nobis. | Heilige Maria, bitt für uns. |
| 2 | Sancta Dei Genitrix | Heilige Gottesgebärerin |
| 3 | Sancta Virgo Virginum | Heilige Jungfrau aller Jungfrauen |
| 4 | Mater Christi | Mutter Christi |
| 5 | Mater divinae gratiae | Mutter der göttlichen Gnade |
| 6 | Mater purissima | Du reinste Mutter |
| 7 | Mater castissima | Du keuscheste Mutter |
| 8 | Mater inviolata | Du unversehrte Mutter |
| 9 | Mater intemerata | Du unbefleckte Mutter |
| 10 | Mater amabilis | Du liebliche Mutter |
| 11 | Mater admirabilis | Du wunderbare Mutter |
| 12 | Mater boni consilii | Du Mutter vom guten Rate |
| 13 | Mater Creatoris | Du Mutter des Schöpfers |
| 14 | Mater Salvatoris | Du Mutter des Erlösers |
| 15 | Virgo prudentissima | Du weiseste Jungfrau |
| 16 | Virgo veneranda | Du ehrwürdige Jungfrau |
| 17 | Virgo praedicanda | Du lobwürdige Jungfrau |
| 18 | Virgo potens | Du mächtige Jungfrau |
| 19 | Virgo clemens | Du gütige Jungfrau |
| 20 | Virgo fidelis | Du getreue Jungfrau |
| 21 | Speculum iustitiae | Du Spiegel der Gerechtigkeit |
| 22 | Sedes sapientiae | Du Sitz der Weisheit |
| 23 | Causa nostrae laetitiae | Du Ursache unserer Freude |
| 24 | Vas spirituale | Du geistliches Gefäß |
| 25 | Vas honorabile | Du ehrwürdiges Gefäß |
| 26 | Vas insigne devotionis | Du vortreffliches Gefäß der Andacht |
| 27 | Rosa mystica | Du geheimnisvolle Rose |
| 28 | Turris davidica | Du Turm Davids |
| 29 | Turris eburnea | Du elfenbeinerner Turm |
| 30 | Domus aurea | Du goldenes Haus |
| 31 | Foederis arca | Du Arche des Bundes |
| 32 | Ianua caeli | Du Pforte des Himmels |
| 33 | Stella matutina | Du Morgenstern |
| 34 | Salus infirmorum | Du Heil der Kranken |
| 35 | Refugium peccatorum | Du Zuflucht der Sünder |
| 36 | Consolatrix afflictorum | Du Trösterin der Betrübten |
| 37 | Auxilium Christianorum | Du Hilfe der Christen |
| 38 | Regina Angelorum | Du Königin der Engel |
| 39 | Regina Patriarcharum | Du Königin der Patriarchen |
| 40 | Regina Prophetarum | Du Königin der Propheten |
| 41 | Regina Apostolorum | Du Königin der Apostel |
| 42 | Regina Martyrum | Du Königin der Märtyrer |
| 43 | Regina Confessorum | Du Königin der Bekenner |
| 44 | Regina Virginum | Du Königin der Jungfrauen |
| 45 | Regina Sanctorum omnium | Du Königin aller Heiligen |
| 46 | Regina sine labe originali concepta | Du Königin, ohne Makel der Erbsünde empfangen |
| 47 | Regina in caelum assumpta | Du Königin, in den Himmel aufgenommen |
| 48 | Regina sacratissimi Rosarii | Du Königin des hochheiligen Rosenkranzes |
| 49 | Regina pacis | Du Königin des Friedens |
| Agnus Dei, qui tollis peccata mundi, parce nobis, Domine. | O du Lamm Gottes, das du hinwegnimmst die Sünden der Welt, verschone uns, o Herr. | |
| Agnus Dei, qui tollis peccata mundi, exaudi nos, Domine. | O du Lamm Gottes, das du hinwegnimmst die Sünden der Welt, erhöre uns, o Herr. | |
| Agnus Dei, qui tollis peccata mundi, miserere nobis. | O du Lamm Gottes, das du hinwegnimmst die Sünden der Welt, erbarme dich unser. |
℣. Ora pro nobis, sancta Dei Genitrix.
℟. Ut digni efficiamur promissionibus Christi.
Oremus. Gratiam tuam, quaesumus Domine, mentibus nostris infunde: ut qui, Angelo nuntiante, Christi Filii tui incarnationem cognovimus, per passionem eius et crucem ad resurrectionis gloriam perducamur. Per eumdem Christum Dominum nostrum. Amen.℣. Bitt für uns, o heilige Gottesgebärerin.
Versikel und Oration: Preces et pia opera, 1952, Nr. 319 und Nr. 331; deutsch nach „Heiliges Volk“, St. Pölten 1960, S. 135
℟. Daß wir würdig werden der Verheißungen Christi.
Laßt uns beten. Wir bitten dich, o Herr, gieße ein in unsere Herzen deine Gnade; wie wir durch die Botschaft des Engels die Menschwerdung Christi, deines Sohnes, vernommen haben, laß uns durch sein Leiden und Kreuz zur Herrlichkeit der Auferstehung gelangen. Durch denselben Christus, unsern Herrn. Amen.
Die Sammlung von 1952 nennt als Schlussgebet die Oration Concede nos famulos tuos und erlaubt ausdrücklich, Versikel und Oration nach der Zeit des Kirchenjahres zu wechseln, ohne dass der Ablass verloren geht. Das deutsche Gebetbuch von 1960 schließt mit der Oration vom Engel des Herrn, die hier lateinisch und deutsch steht; wer die Fassung der Sammlung beten möchte, nimmt die Oration Concede nos.
Wie betet man die Lauretanische Litanei?
Die Lauretanische Litanei betet man im Wechsel: Ein Vorbeter spricht die Anrufung, alle antworten mit „bitt für uns“. Allein betet man beide Teile selbst. Üblich ist sie am Samstag, im Marienmonat Mai, im Rosenkranzmonat Oktober und im Anschluss an den Rosenkranz.
- Mit dem Kreuzzeichen beginnen.
- Kyrie und die Anrufung der heiligsten Dreifaltigkeit beten, Antwort „erbarme dich unser“.
- Die Ehrentitel der Muttergottes nacheinander sprechen, Antwort jeweils „bitt für uns“.
- Das dreifache Lamm Gottes beten.
- Mit Versikel und Oration schließen. Das Gebetbuch von 1960 fügt davor ein „Gegrüßet seist du Maria“ oder ein Marienlied und das „Unter deinen Schutz und Schirm“ ein.
Für den Oktober hat Papst Leo XIII. nach der Catholic Encyclopedia durch Dekrete der Ritenkongregation von 1885 bis 1887 angeordnet, in allen Pfarrkirchen täglich fünf Gesätze des Rosenkranzes und die Lauretanische Litanei zu beten. Seitdem folgt die Litanei vielerorts auf den Rosenkranz; wie man ihn betet, zeigt unser Gebetsbegleiter zum Rosenkranz.
Woher stammt die Lauretanische Litanei?
Die Lauretanische Litanei entstand Ende des 15. oder Anfang des 16. Jahrhunderts aus älteren Marienlitaneien und wurde im Heiligtum von Loreto jeden Samstag gesungen. Papst Sixtus V. hat sie 1587 mit der Bulle Reddituri gutgeheißen und den Predigern empfohlen, sie unter den Gläubigen zu verbreiten.
Marienlitaneien gab es schon im Mittelalter. Die älteste bekannte steht in einer Handschrift des 12. Jahrhunderts in Mainz. Der Text von Loreto setzte sich durch, weil die vielen Pilger ihn von dort in ihre Heimat mitnahmen. Der älteste erhaltene Druck kam um 1557 oder 1558 in Dillingen heraus, unter dem Titel „Ordnung der Letaney von unser lieben Frawen wie sie zu Loreto alle Samstag gehalten“. Er wurde wahrscheinlich vom heiligen Petrus Canisius in Deutschland verbreitet und enthält schon die Anrufung „Hilfe der Christen“. Diese Anrufung ist also älter als die Seeschlacht von Lepanto 1571, mit der sie oft in Verbindung gebracht wird.
Papst Clemens VIII. verbot 1601 durch ein Dekret des Heiligen Offiziums, neue Litaneien ohne Genehmigung der Ritenkongregation zu veröffentlichen oder öffentlich zu gebrauchen. Ausgenommen blieben die Litaneien der liturgischen Bücher und die Lauretanische Litanei.
„Hinzu kommt unter anderem die Lauretanische Litanei, die das christliche Volk täglich einlädt, Maria immer wieder als Königin anzurufen.“
Pius XII., Enzyklika Ad caeli Reginam, 11. Oktober 1954, Nr. 31 (aus dem Lateinischen)
Wann kamen welche Anrufungen zur Lauretanischen Litanei hinzu?
Zur Lauretanischen Litanei kamen bis 1950 nur wenige Anrufungen hinzu, für die ganze Kirche jeweils durch den Papst oder die Ritenkongregation. Die jüngsten sind „Königin des hochheiligen Rosenkranzes“ (1883), „Mutter vom guten Rate“ (1903), „Königin des Friedens“ (1917) und „Königin, in den Himmel aufgenommen“ (1950).
| Jahr | Anrufung und Weg in die Litanei | Papst |
|---|---|---|
| 1846 | Regina sine labe originali concepta, Königin, ohne Makel der Erbsünde empfangen: 1846 für Mecheln, nach 1854 in vielen Bistümern, dann überall | Pius IX. und die Ritenkongregation |
| 1883 | Regina sacratissimi Rosarii, Königin des hochheiligen Rosenkranzes: 1614 im Dominikanerbrevier, 1675 für die Rosenkranzbruderschaft, am 24. Dezember 1883 für die ganze Kirche | Leo XIII. |
| 1903 | Mater boni consilii, Mutter vom guten Rate: Dekret vom 22. April 1903 | Leo XIII. |
| 1917 | Regina pacis, Königin des Friedens: 1915 vorläufig erlaubt, fest ab 1. Juni 1917 | Benedikt XV. |
| 1950 | Regina in caelum assumpta, Königin, in den Himmel aufgenommen: Dekret vom 31. Oktober 1950 | Pius XII. durch die Ritenkongregation |
Die Königin des Friedens ließ Benedikt XV. mitten im Ersten Weltkrieg einfügen. In seinem Brief an Kardinal Gasparri vom 5. Mai 1917 ordnete er an, dass die Anrufung vom 1. Juni an fest in der Litanei stehe. Die Anrufung der in den Himmel aufgenommenen Königin steht im Zusammenhang mit dem Dogma von der leiblichen Aufnahme der allerseligsten Jungfrau; Pius XII. bestimmte, sie nach der Unbefleckt Empfangenen einzufügen, und die Ritenkongregation veröffentlichte das Dekret.
Darf man der Lauretanischen Litanei eigene Anrufungen hinzufügen?
Eigene Anrufungen gehören nicht in die öffentlich gebetete Lauretanische Litanei. Ihren Wortlaut bestimmt der Apostolische Stuhl. Ein Dekret von 1631 und eine Bulle Alexanders VII. von 1664 verboten Zusätze ausdrücklich, und nach dem Kirchenrecht von 1917 kann kein Bischof neue Litaneien zum öffentlichen Gebet genehmigen.
Der Codex des kanonischen Rechts von 1917 sagt es knapp: Loci Ordinarius nequit novas litanias approbare publice recitandas, der Ortsbischof kann keine neuen Litaneien zum öffentlichen Gebet genehmigen (can. 1259 § 2). Gebete und Andachtsübungen in Kirchen brauchen außerdem seine ausdrückliche Erlaubnis (can. 1259 § 1). Diese Strenge hat einen Grund. Nach 1587 veröffentlichten geistliche Schriftsteller eine große Zahl neuer Litaneien, oft mit theologisch ungenauen Ausdrücken; Baronius schrieb 1601, es seien etwa achtzig Fassungen im Umlauf. Im stillen, persönlichen Gebet darf jeder die Muttergottes mit eigenen Worten anrufen. Wer aber die Lauretanische Litanei betet, betet den Text der Kirche, so wie er hier steht.
Welche Litaneien gibt es außer der Lauretanischen Litanei?
Neben der Lauretanischen Litanei kennt die Kirche vor allem die Allerheiligenlitanei, die älteste dieser Litaneien, sowie die Litaneien vom heiligsten Namen Jesu, vom heiligsten Herzen Jesu und vom heiligen Josef. Diese fünf enthält die Ablasssammlung Preces et pia opera von 1952.
Die Allerheiligenlitanei steht in den liturgischen Büchern. Nach den Rubriken des Messbuchs von 1962 betet die Kirche sie bei der Prozession am 25. April, dem Fest des heiligen Markus, und an den Bittagen, dem Montag, Dienstag und Mittwoch vor Christi Himmelfahrt. Die Catholic Encyclopedia von 1910 nennt als zum öffentlichen Gebet genehmigte Litaneien die Allerheiligenlitanei und die Litaneien von Loreto, vom heiligsten Namen Jesu, vom heiligsten Herzen und vom heiligen Josef. In der Sammlung von 1952 stehen sie unter den Nummern 114 (Name Jesu), 245 (Herz Jesu), 319 (Muttergottes), 462 (heiliger Josef) und 687 (Allerheiligen).
Gibt es einen Ablass für die Lauretanische Litanei?
Für die Lauretanische Litanei gewährt die Kirche einen Ablass. Nach den Preces et pia opera von 1952, Nr. 319, erhält einen Ablass von sieben Jahren, wer sie andächtig betet. Einen vollkommenen Ablass unter den üblichen Bedingungen gewinnt, wer sie einen Monat lang täglich mit Versikel und Oration betet.
Die üblichen Bedingungen sind nach derselben Sammlung die heilige Beichte, die heilige Kommunion, der Besuch einer Kirche oder eines öffentlichen Oratoriums und ein Gebet nach Meinung des Heiligen Vaters. Als Belege nennt die Sammlung unter anderem die Ablasskongregation vom 30. September 1817 und die Apostolische Pönitentiarie vom 28. März 1933. Ein Ablass ist nach dem Kirchenrecht von 1917 der Nachlass der zeitlichen Strafe vor Gott für Sünden, deren Schuld schon getilgt ist; die kirchliche Autorität gewährt ihn aus dem Schatz der Kirche (can. 911).
Manche Anrufung der Litanei findet sich in unserem Sortiment als Bild wieder. Die Statue der Muttergottes als Königin ist 30 cm hoch, aus Kunstharz und von Hand farbig bemalt; sie zeigt die gekrönte Muttergottes mit dem Jesuskind. Das Wandbild der Schmerzhaften Muttergottes mit den sieben Schwertern ist auf mattem Papier von 216 bis 270 g/m² gedruckt, in den Größen DIN A5 und DIN A4 und ohne Rahmen.
Unser Regina-caeli-Rosenkranz in Saphirblau trägt ein filigranes Marienmittelstück und ist 50 cm lang. Nach dem Rosenkranz schließt sich die Litanei ganz natürlich an.
Im Artikel erwähnt
Muttergottes Königin Statue
Gekrönte Muttergottes mit dem Jesuskind, Kunstharz, von Hand farbig bemalt, 30 cm hoch.
Zur Statue
Häufige Fragen zur Lauretanischen Litanei
Warum heißt sie Lauretanische Litanei?
Die Lauretanische Litanei heißt nach Loreto, einem Marienwallfahrtsort in Italien. Dort wurde sie im 16. Jahrhundert jeden Samstag und an den Marienfesten gesungen, und die Pilger trugen sie von dort in alle Länder.
Wie viele Anrufungen hat die Lauretanische Litanei?
In der Fassung der Preces et pia opera von 1952 hat die Lauretanische Litanei 49 Anrufungen der Muttergottes, von „Heilige Maria“ bis „Königin des Friedens“. Davor stehen Kyrie und die Anrufung der Dreifaltigkeit, danach das dreifache Lamm Gottes.
Wann betet man die Allerheiligenlitanei?
Die Allerheiligenlitanei betet die Kirche nach den Rubriken von 1962 bei der Prozession am Markustag, dem 25. April, und an den drei Bittagen vor Christi Himmelfahrt. Wer an der Feier dieser Tage teilnimmt, erhält nach den Preces et pia opera von 1952, Nr. 687, einen Ablass von zehn Jahren; wer die Allerheiligenlitanei an anderen Tagen betet, einen von fünf Jahren.
Kann man die Litanei auch allein beten?
Die Lauretanische Litanei kann man allein beten; man spricht dann Anrufung und Antwort selbst. Die Preces et pia opera nennen für den Ablass dieser Litanei keine Bedingung, dass sie gemeinsam gebetet werden muss.
- Preces et pia opera, Vatikan 1952, Praenotanda 4 und Nr. 114, 245, 319, 331, 462, 687. archive.org
- Heiliges Volk. Gebete und Gesänge zum Gottesdienst für das Bistum St. Pölten, 6. Auflage, St. Pölten 1960, S. 132 bis 135. archive.org
- Angelo de Santi: Litany of Loreto. The Catholic Encyclopedia, Bd. 9, New York 1910. newadvent.org
- Francis Mershman: Litany. The Catholic Encyclopedia, Bd. 9, New York 1910. newadvent.org
- Benedikt XV.: Brief an Kardinal Gasparri vom 5. Mai 1917, Acta Apostolicae Sedis 9 (1917), S. 265 bis 267. vatican.va
- Ritenkongregation: Dekret Urbis et Orbis vom 31. Oktober 1950, Acta Apostolicae Sedis 42 (1950), S. 795. vatican.va
- Pius XII.: Enzyklika Ad caeli Reginam, 11. Oktober 1954, Nr. 31. vatican.va
- Special Devotions for Months. The Catholic Encyclopedia, Bd. 10, New York 1911. newadvent.org
- Codex Iuris Canonici von 1917, can. 911 und 1259. codex-iuris-canonici.de
Zuletzt geprüft am 19. Oktober 2026.
Die Werkstatt des MarcellusOnlineShop
Wir knüpfen Rosenkränze von Hand in unserer Werkstatt in Deutschland und schreiben im Ratgeber über Gebete, Devotionalien und den überlieferten katholischen Glauben.


