Anleitung

Rosenkranz beten: Anleitung mit allen Gebeten

Der Rosenkranz in seiner überlieferten Form mit 15 Geheimnissen: Mit dem Gebetsbegleiter gehen Sie Perle für Perle durch alle Gebete, vom Kreuzzeichen bis zum Gebet zum heiligen Erzengel Michael.

13 Min. LesezeitMarcellusOnlineShop

Wer den Rosenkranz beten möchte, hält 59 Perlen in der Hand und ein Gebet, das die Päpste seit Jahrhunderten empfehlen. Am Anfang verliert man leicht den Überblick: Welche Perle trägt welches Gebet, an welcher Stelle steht die Betrachtung, und welche Geheimnisse sind heute an der Reihe? Dieser Ratgeber zeigt den Rosenkranz in seiner überlieferten Form mit 15 Geheimnissen. Mit dem Gebetsbegleiter gehen Sie Perle für Perle durch alle Gebete, vom Kreuzzeichen bis zum Gebet zum heiligen Erzengel Michael.

Das Wichtigste in Kürze
  • Der Rosenkranz ist ein Gebet der katholischen Kirche, bei dem man Vater unser, Ave Maria und Ehre sei an einer Perlenschnur zählt und dabei die Geheimnisse aus dem Leben unseres Herrn und seiner allerseligsten Mutter betrachtet.
  • Ein Gesätz besteht aus einem Vater unser, zehn Ave Maria und einem Ehre sei. Fünf Gesätze bilden den Rosenkranz eines Tages.
  • Die Überlieferung kennt 15 Geheimnisse in drei Reihen: freudenreich am Montag und Donnerstag, schmerzhaft am Dienstag und Freitag, glorreich am Mittwoch, Samstag und Sonntag.
  • Papst Pius V. beschrieb den Rosenkranz 1569 als Psalter der allerseligsten Jungfrau: 150 Ave Maria nach der Zahl der Psalmen im Psalter Davids.

Wie betet man den Rosenkranz?

Den Rosenkranz betet man mit Kreuzzeichen und Glaubensbekenntnis am Kreuz, einem Ehre sei und einem Vater unser, drei Ave Maria und einem weiteren Ehre sei. Danach folgen fünf Gesätze aus je einem Vater unser, zehn Ave Maria und einem Ehre sei, während man ein Geheimnis aus dem Leben unseres Herrn betrachtet.

Der Gebetsbegleiter führt Sie durch alle 70 Schritte. Die leuchtende Perle zeigt, wo Sie gerade sind, daneben steht das Gebet im Wortlaut. Mit den drei Knöpfen oben wählen Sie die Reihe der Geheimnisse; beim Öffnen ist die Reihe des heutigen Wochentags eingestellt.

Zum Mitbeten

Der Gebetsbegleiter

Sie können auch direkt auf eine Perle, die Medaille oder das Kreuz tippen oder mit den Pfeiltasten blättern.

Der Ablauf Schritt für Schritt

  1. Am Kreuz machen Sie das Kreuzzeichen und beten das Apostolische Glaubensbekenntnis.
  2. An der ersten großen Perle folgen ein Ehre sei und ein Vater unser.
  3. An den drei kleinen Perlen beten Sie drei Ave Maria. Nach dem Namen Jesus fügen Sie die Bitten um die drei göttlichen Tugenden ein: „der in uns den wahren Glauben vermehre“, „der in uns die Hoffnung stärke“ und „der in uns die Liebe entzünde“.
  4. Darauf folgt ein Ehre sei.
  5. An der großen Perle vor dem Mittelstück beginnt das erste Gesätz. Sie nennen das erste Geheimnis des Tages und beten ein Vater unser.
  6. An den zehn kleinen Perlen beten Sie zehn Ave Maria, jedes mit dem Geheimnis nach dem Namen Jesus.
  7. Jedes Gesätz schließt mit dem Ehre sei, dem Fatimagebet und dem Stoßgebet „O Maria, ohne Sünde empfangen“. Dann beginnt an der nächsten großen Perle das nächste Gesätz.
  8. Nach dem fünften Gesätz beten Sie an der Medaille das Salve Regina und das Gebet zum heiligen Erzengel Michael.

Welche Geheimnisse betet man an welchem Tag?

Die Rosenkranzgeheimnisse wechseln nach dem Wochentag: Am Montag und Donnerstag betet man die freudenreichen, am Dienstag und Freitag die schmerzhaften, am Mittwoch, Samstag und Sonntag die glorreichen Geheimnisse. Jede der drei Reihen hat fünf Geheimnisse, zusammen sind es fünfzehn.

Unter jedem Geheimnis steht der Satz, den Sie im Ave Maria nach dem Namen Jesus einfügen. Die Reihe des heutigen Tages ist hervorgehoben. Was hinter jedem Geheimnis steht und welche Schriftstellen dazugehören, erklärt unser Ratgeber zu den Geheimnissen des Rosenkranzes.

Montag · Donnerstag

Freudenreiche Geheimnisse

  1. Die Verkündigung„… Jesus, den du, o Jungfrau, vom Heiligen Geist empfangen hast.“
  2. Der Besuch bei Elisabeth„… Jesus, den du, o Jungfrau, zu Elisabeth getragen hast.“
  3. Die Geburt Jesu„… Jesus, den du, o Jungfrau, zu Bethlehem geboren hast.“
  4. Die Aufopferung im Tempel„… Jesus, den du, o Jungfrau, im Tempel aufgeopfert hast.“
  5. Die Wiederfindung im Tempel„… Jesus, den du, o Jungfrau, im Tempel wiedergefunden hast.“
Dienstag · Freitag

Schmerzhafte Geheimnisse

  1. Die Todesangst am Ölberg„… Jesus, der für uns Blut geschwitzt hat.“
  2. Die Geißelung„… Jesus, der für uns gegeißelt worden ist.“
  3. Die Dornenkrönung„… Jesus, der für uns mit Dornen gekrönt worden ist.“
  4. Die Kreuztragung„… Jesus, der für uns das schwere Kreuz getragen hat.“
  5. Die Kreuzigung„… Jesus, der für uns gekreuzigt worden ist.“
Mittwoch · Samstag · Sonntag

Glorreiche Geheimnisse

  1. Die Auferstehung„… Jesus, der von den Toten auferstanden ist.“
  2. Die Himmelfahrt„… Jesus, der in den Himmel aufgefahren ist.“
  3. Die Sendung des Heiligen Geistes„… Jesus, der uns den Heiligen Geist gesandt hat.“
  4. Die Aufnahme Mariens in den Himmel„… Jesus, der dich, o Jungfrau, in den Himmel aufgenommen hat.“
  5. Die Krönung Mariens„… Jesus, der dich, o Jungfrau, im Himmel gekrönt hat.“

Welche Gebete gehören zum Rosenkranz?

Zum Rosenkranz gehören das Kreuzzeichen, das Apostolische Glaubensbekenntnis, das Vater unser, das Ave Maria und das Ehre sei. Am Ende jedes Gesätzes kommen das Fatimagebet und „O Maria, ohne Sünde empfangen“ hinzu, zum Abschluss das Salve Regina und das Gebet zum heiligen Erzengel Michael.

Das Ave Maria, mit dem der Rosenkranz zählt, stammt in seiner ersten Hälfte aus dem Evangelium nach Lukas: aus dem Gruß des Engels Gabriel, Ave gratia plena, Dominus tecum, benedicta tu in mulieribus, „voll der Gnade; der Herr ist mit dir … gebenedeit unter den Frauen“ (Lk 1, 28), und aus dem Ruf der heiligen Elisabeth, benedictus fructus ventris tui, „gebenedeit ist die Frucht deines Leibes“ (Lk 1, 42). In der zweiten Hälfte bittet die Kirche die Mutter Gottes um ihre Fürsprache, „jetzt und in der Stunde unseres Todes“.

Alle Gebetstexte stehen hier im Wortlaut. Tippen Sie auf ein Gebet, um es aufzuklappen.

Kreuzzeichen

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Apostolisches Glaubensbekenntnis

Ich glaube an Gott, den allmächtigen Vater, Schöpfer des Himmels und der Erde. Und an Jesus Christus, Seinen eingeborenen Sohn, unseren Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geiste, geboren aus Maria, der Jungfrau, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, abgestiegen zu der Hölle, am dritten Tage wieder auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel, sitzet zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird, zu richten die Lebendigen und die Toten. Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige katholische Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Nachlaß der Sünden, Auferstehung des Fleisches und das ewige Leben. Amen.

Vater unser

Vater unser, der Du bist im Himmel, geheiligt werde Dein Name. Zu uns komme Dein Reich. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, also auch auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Übel. Amen.

Gegrüßet seist du Maria

Gegrüßet seist du Maria, voll der Gnade; der Herr ist mit dir. Du bist gebenedeit unter den Frauen, und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus, (Geheimnis). Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder, jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen.

Ehre sei

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, wie es war im Anfang, so auch jetzt und allezeit, und in Ewigkeit. Amen.

Fatimagebet

O mein Jesus, verzeih uns unsere Sünden! Bewahre uns vor dem Feuer der Hölle! Führe alle Seelen in den Himmel, besonders jene, die deiner Barmherzigkeit am meisten bedürfen.

O Maria, ohne Sünde empfangen

O Maria, ohne Sünde empfangen, bitte für uns, die wir zu dir unsere Zuflucht nehmen, und für alle, die ihre Zuflucht nicht zu dir nehmen, besonders für die Freimaurer und für alle dir Anempfohlenen.Stoßgebet der Militia Immaculatae von Pater Maximilian Kolbe

Salve Regina

Sei gegrüßt, o Königin, Mutter der Barmherzigkeit, unser Leben, unsere Wonne und unsere Hoffnung sei gegrüßt. Zu dir rufen wir verbannte Kinder Evas, zu dir seufzen wir trauernd und weinend in diesem Tale der Tränen. Wohlan denn, unsere Fürsprecherin, wende deine barmherzigen Augen zu uns, und nach diesem Elend zeige uns Jesus, die gebenedeite Frucht deines Leibes. O gütige, o milde, o süße Jungfrau Maria.

Heiliger Erzengel Michael

Heiliger Erzengel Michael, verteidige uns im Kampfe; gegen die Bosheit und die Nachstellungen des Teufels sei unser Schutz. Gott gebiete ihm, so bitten wir flehentlich; du aber, Fürst der himmlischen Heerscharen, stürze den Satan und die anderen bösen Geister, die zum Verderben der Seelen die Welt durchziehen, in der Kraft Gottes hinab in die Hölle. Amen.

Wie ist ein Rosenkranz aufgebaut?

Ein Rosenkranz hat 59 Perlen, ein Kreuz und ein Mittelstück. Am Kreuz hängt ein kurzes Stück aus einer großen, drei kleinen und einer weiteren großen Perle. Der Kranz selbst trägt fünf Gruppen zu zehn kleinen Perlen, getrennt durch vier große Perlen für das Vater unser.

Die große Perle direkt vor dem Mittelstück gehört schon zum ersten Gesätz. Deshalb reichen vier große Perlen im Kranz für fünf Gesätze. Zusammen sind es sechs große und 53 kleine Perlen: Auf den kleinen betet man das Ave Maria, auf den großen das Vater unser. Das Mittelstück verbindet Anhänger und Kranz; im Gebetsbegleiter ist es eine Benediktusmedaille.

Ein Gesätz ist eine Zehnergruppe des Gebets: ein Vater unser, zehn Ave Maria, ein Ehre sei. Der Rosenkranz eines Tages hat fünf Gesätze. Wer an einem Tag alle drei Reihen betet, betet den ganzen Psalter mit 15 Gesätzen und 150 Ave Maria. Eine größere Auswahl handgeknüpfter Stücke finden Sie unter Rosenkränze aus unserer Werkstatt.

Aus der Werkstatt

Unsere Paracord-Rosenkränze knüpfen wir aus 550er Paracord, einer 4 mm starken Fallschirmleine. Beim St.-Benediktus-Rosenkranz sitzen auf der Schnur Ave-Perlen aus Edelstahl mit 10 mm und Vaterunser-Perlen mit 12 mm. Den Unterschied von zwei Millimetern spüren Sie mit dem Finger, auch mit geschlossenen Augen: Die größere Perle sagt Ihnen, dass ein Gesätz zu Ende ist.

Die Abstände zwischen den Perlen knüpfen wir so, dass der Daumen bequem dazwischenpasst. Wer engere oder weitere Abstände möchte, vermerkt es einfach im Bemerkungsfeld.

St.-Benediktus-Rosenkranz aus schwarzem Paracord mit silbernen Edelstahlperlen und Benediktusmedaille Im Artikel erwähnt St. Benediktus Paracord-Rosenkranz Handgeknüpft aus schwarzem 550er Paracord, mit Ave-Perlen aus Edelstahl, Benediktusmedaille als Mittelstück und Benediktuskreuz, etwa 56 cm lang. Zum Rosenkranz

Woher stammt der Rosenkranz?

Der Rosenkranz geht nach kirchlicher Überlieferung auf den heiligen Dominikus zurück, den Gründer des Predigerordens. Papst Pius V. beschrieb ihn 1569 als Psalter der allerseligsten Jungfrau: 150 Ave Maria nach der Zahl der Psalmen Davids, ein Vater unser zu jedem Zehner und dazu die Betrachtung des Lebens unseres Herrn.

In seinem Schreiben Consueverunt Romani Pontifices vom 17. September 1569 erzählt Pius V., Dominikus habe sich zur Zeit der Albigenser, „wie fromm geglaubt wird“, vom Heiligen Geist angeregt, an die Muttergottes gewandt und diese Gebetsweise verbreitet. Papst Leo XIII. nennt Dominikus 1883 den ersten, der die Andacht unter dem Namen Rosenkranz eingeführt habe. Die Geschichtsforschung sieht es nüchterner: Nach der Catholic Encyclopedia von 1912 kam die Betrachtung eines Geheimnisses zu den Ave Maria erst lange nach Dominikus auf; man schreibt sie dem Kartäuser Dominikus von Preußen zu.

„Als sich diese Andacht ausbreitete, begannen die Gläubigen, entflammt von diesen Betrachtungen und entzündet von diesen Gebeten, sich auf einmal in andere Menschen zu verwandeln.“

Pius V., angeführt bei Leo XIII., Supremi apostolatus officio, 1883

Im Oktober 1571 siegte die christliche Flotte bei Lepanto über die Türken, am ersten Sonntag des Monats, als in Rom die Rosenkranzbruderschaften in Prozessionen beteten. Pius V. ordnete daraufhin ein jährliches Gedenken an, nach Leo XIII. ein Fest zu Ehren Mariens vom Siege. Gregor XIII. stellte es unter den Titel des Rosenkranzes und erlaubte es 1573 in allen Kirchen mit einem Rosenkranzaltar; für die ganze Kirche schrieb es Clemens XI. nach dem Sieg von Peterwardein 1716 vor.

Im Kalender von 1962 steht das Fest des heiligsten Rosenkranzes der allerseligsten Jungfrau Maria am 7. Oktober, als Fest zweiter Klasse. Leo XIII. fügte der Lauretanischen Litanei die Anrufung der Königin des heiligen Rosenkranzes hinzu.

Wann und wie oft betet man den Rosenkranz?

Eine feste Stunde für den Rosenkranz gibt es nicht. Viele Gläubige beten ihn täglich, am Morgen, am Abend oder unterwegs, allein oder in der Familie. Wer wenig Zeit hat, beginnt mit einem einzigen Gesätz, also einem Vater unser, zehn Ave Maria und einem Ehre sei.

Die Kirche hat das tägliche Gebet immer wieder empfohlen. Der Codex des kanonischen Rechts von 1917 verpflichtet die Ortsordinarien, dafür zu sorgen, dass ihre Kleriker die jungfräuliche Gottesmutter täglich mit dem Rosenkranz ehren (can. 125). Leo XIII. weihte im Jahr 1883 den Monat Oktober der Königin des Rosenkranzes und ordnete für dieses Jahr an, vom 1. Oktober bis zum 2. November in allen Pfarrkirchen wenigstens fünf Gesätze mit der Lauretanischen Litanei zu beten.

Besonders mit Fatima ist der tägliche Rosenkranz verbunden. Pius XII. mahnte die Gläubigen Portugals 1942 in seiner Radiobotschaft zum beharrlichen Gebet, „besonders mit dem täglichen Rosenkranz“. Am 13. Oktober 1951 sagte er, die Muttergottes lege in ihrer Botschaft „mit besonderem Nachdruck“ den Rosenkranz in der Familie ans Herz. Für ein Gesätz unterwegs eignet sich ein Fingerrosenkranz, der nur ein Gesätz trägt und in jede Hosentasche passt.

Fingerrosenkranz aus schwarzem 550er Paracord mit silbernen Edelstahlperlen und Pardonkruzifix Für unterwegs Fingerrosenkranz Paracord silber und schwarz Ein Gesätz zum Mitnehmen: 550er Paracord, Ave-Perlen aus Edelstahl mit 10 mm, Pardonkruzifix mit Benediktusmedaille. Zum Fingerrosenkranz

Muss ein Rosenkranz geweiht sein?

Zum Beten muss ein Rosenkranz nicht geweiht sein; die Gebete lassen sich auch an den Fingern zählen. Durch die Weihe wird der Rosenkranz zum Sakramentale. Durch Sakramentalien erlangt die Kirche kraft ihrer Fürbitte Wirkungen vor allem geistlicher Art, so das Kirchenrecht von 1917 (can. 1144).

Ein geweihter Rosenkranz wirkt also nicht aus sich heraus. Was er vermittelt, kommt aus dem Gebet der Kirche und aus der frommen Gesinnung dessen, der mit ihm betet. Jeder Priester kann einen Rosenkranz segnen, ausgenommen die vorbehaltenen Segnungen (can. 1147 § 2), gültig aber nur mit der von der Kirche vorgeschriebenen Formel (can. 1148 § 2). Fragen Sie den Priester nach der heiligen Messe; er weiht Andachtsgegenstände in der Regel gern.

Geweihte Dinge sind ehrfürchtig zu behandeln und nicht zu profanem Gebrauch zu verwenden, auch wenn sie Privatbesitz sind (can. 1150). Einen geweihten Rosenkranz trägt man deshalb nicht als Schmuck, sondern hat ihn zum Beten bei sich. Dafür sind unsere Paracord-Rosenkränze gemacht: robust genug für den täglichen Weg in der Jackentasche.

Häufige Fragen zum Rosenkranzgebet

Wie lange dauert ein Rosenkranz?

Ein Rosenkranz mit fünf Gesätzen dauert in ruhigem Tempo etwa 15 bis 20 Minuten. Ein einzelnes Gesätz braucht nur wenige Minuten und ist ein vollständiges Gebet.

Kann man den Rosenkranz ohne Perlen beten?

Den Rosenkranz kann man auch ohne Perlenschnur beten und die zehn Ave Maria an den Fingern zählen. Die Perlen sind eine Zählhilfe, damit die Gedanken beim Geheimnis bleiben können und nicht beim Zählen.

Darf man den Rosenkranz allein und leise beten?

Den Rosenkranz dürfen Sie allein und leise beten, ebenso laut in der Familie oder in der Kirche. Leo XIII. empfahl 1883 beides: das öffentliche Gebet und das private im eigenen Haus und in der Familie.

Welche Geheimnisse betet man am Sonntag?

Am Sonntag betet man nach der Überlieferung die glorreichen Geheimnisse, so wie am Mittwoch und am Samstag. Sie betrachten die Auferstehung, die Himmelfahrt, die Sendung des Heiligen Geistes, die Aufnahme Mariens in den Himmel und ihre Krönung.

Gehört „O Maria, ohne Sünde empfangen“ fest zum Rosenkranz?

„O Maria, ohne Sünde empfangen“ ist ein empfohlenes Stoßgebet der Militia Immaculatae, der Ritterschaft der Unbefleckten, das auf Pater Maximilian Kolbe zurückgeht. Empfohlen wird es nach dem Fatimagebet am Ende jedes Gesätzes; zum Grundbestand des Psalters mit Vater unser und Ave Maria gehört es nicht.

Quellen
  1. Pius V.: Consueverunt Romani Pontifices, 17. September 1569. Englische Fassung: ewtn.com
  2. Leo XIII.: Rundschreiben Supremi apostolatus officio über den Rosenkranz, 1. September 1883, Nr. 3 bis 8. vatican.va
  3. Pius XII.: Radiobotschaft an die Gläubigen Portugals, 31. Oktober 1942 (vatican.va), und Radiobotschaft zum Abschluss der Marienfeiern in Fatima, 13. Oktober 1951 (vatican.va).
  4. Codex Iuris Canonici von 1917, can. 125 (Buch II) und can. 1144 bis 1150 (Buch III).
  5. Biblia Sacra Vulgatae editionis, Lk 1, 28 und 1, 42. drbo.org
  6. Herbert Thurston und Andrew Shipman: The Rosary (newadvent.org); Herbert Thurston: Feast of the Holy Rosary (newadvent.org). In: The Catholic Encyclopedia, Bd. 13, New York 1912.
  7. Kalender nach den Rubriken von 1960 (Missale und Breviarium 1962), 7. Oktober: Sanctissimi Rosarii Beatae Mariae Virginis, II. classis.

Zuletzt geprüft am 19. Oktober 2026.

Die Werkstatt des MarcellusOnlineShop

Wir knüpfen Rosenkränze von Hand in unserer Werkstatt in Deutschland und schreiben im Ratgeber über Gebete, Devotionalien und den überlieferten katholischen Glauben.

← Zurück zum Ratgeber