Devotionalien

Geschenke zur Firmung: Rosenkranz, Kreuz und Bild mit Glaubensbezug

Ein Firmgeschenk soll den jungen Christen im Alltag begleiten. Was zur Firmung passt, was der Firmpate schenkt und warum die Kirche den Gefirmten einen Streiter Christi nennt.

9 Min. LesezeitMarcellusOnlineShop

Am Tag der Firmung zeichnet der Bischof dem Firmling mit Chrisam ein Kreuz auf die Stirn. Danach beginnt für den jungen Christen der Alltag. Paten und Verwandte suchen deshalb nach Geschenken zur Firmung, die ihn dorthin begleiten. Geld ist schnell ausgegeben. Ein Geschenk mit Glaubensbezug erinnert noch Jahre später an das Sakrament, das ihn zum Streiter Christi gemacht hat. Dieser Ratgeber erklärt, was die Firmung nach der überlieferten Lehre bedeutet, und leitet daraus ab, was zu ihr passt.

Das Wichtigste in Kürze
  • Ein Geschenk zur Firmung mit Glaubensbezug ist ein Andachtsgegenstand, der an das Sakrament erinnert und zum täglichen Gebet führt: ein Rosenkranz, ein Kreuz oder ein Bild des Firmpatrons.
  • Die Firmung wird nach dem Kirchenrecht von 1917 durch Handauflegung und Salbung mit Chrisam auf der Stirn gespendet (can. 780). Ordentlicher Spender ist allein der Bischof (can. 782 § 1).
  • Der Katholische Katechismus der Bistümer Deutschlands von 1955 sagt: „Aus unmündigen Kindern werden wir durch die Gnade der Firmung Streiter Christi.“ Ein Firmgeschenk soll deshalb zum täglichen Gebet anhalten.
  • Der Firmpate ist nach can. 797 verpflichtet, den Gefirmten für immer als ihm anvertraut zu betrachten und für seine christliche Erziehung zu sorgen.

Was schenkt man zur Firmung?

Zur Firmung schenkt man am besten ein Geschenk mit Glaubensbezug, das den Gefirmten im Alltag begleitet: einen robusten Rosenkranz, einen Fingerrosenkranz für die Hosentasche, ein Kreuz für das eigene Zimmer oder ein Bild des Heiligen, dessen Namen er bei der Firmung gewählt hat.

Der Maßstab ergibt sich aus dem Sakrament selbst. Weil die Firmung den Getauften für den geistlichen Kampf stärkt, passt ein Gegenstand, der zum täglichen Gebet anhält; ein robuster Rosenkranz hält diesen Gebrauch auch aus. Die Tabelle ordnet die üblichen Firmgeschenke danach, wozu sie dienen. Eine Auswahl robuster Stücke zeigt die Kollektion Paracord-Rosenkränze aus der Werkstatt.

Geschenk Wozu es dient Passt besonders
Rosenkranz aus Paracord tägliches Gebet, auch unterwegs Firmlingen, die viel draußen sind
Fingerrosenkranz ein Gesätz in der Hosentasche als erstes eigenes Gebetsstück
Bild oder Statue des Firmpatrons Erinnerung an den gewählten Heiligen zum Firmnamen
Kreuz für die Wand Platz des Gebets im eigenen Zimmer als Geschenk des Firmpaten
liturgischer Taschenkalender Kirchenjahr nach dem Kalender von 1962 älteren Firmlingen

Was bedeutet die Firmung?

Die Firmung ist das Sakrament, in dem der Getaufte durch Handauflegung und Salbung mit Chrisam den Heiligen Geist zur Stärkung empfängt. Sie vollendet die Gnade der Taufe und rüstet den Christen, seinen Glauben furchtlos zu bekennen, wie es die Apostel nach Pfingsten taten.

Der Bischof spricht dabei die Worte: „Ich bezeichne dich mit dem Zeichen des Kreuzes und stärke dich mit dem Chrisam des Heiles im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“ Das Wort Firmung bedeutet nach dem Katechismus von 1955 Bekräftigung, Stärkung. Der Römische Katechismus erklärt, die Gesalbten würden an der Stirn gezeichnet, damit sie sich durch keine Furcht oder Scham vom Bekenntnis des christlichen Namens abschrecken lassen; der heilige Thomas von Aquin vergleicht das Kreuz auf der Stirn mit dem Zeichen, das der Soldat von seinem Heerführer trägt: sicut miles signo ducis (S. th. III, q. 72, a. 9).

Nach der Salbung gibt der Bischof dem Gefirmten einen leichten Backenstreich und den Friedensgruß. Der Römische Katechismus deutet beides so:

„Damit sich der Gesalbte und Gefirmte erinnere, dass er gleich einem muthigen Kämpfer bereit seyn müsse, alle Widerwärtigkeiten für den Namen Christi mit ungebeugtem Muthe zu ertragen, schlägt ihn der Bischof mit der Hand leicht auf seinen Backen.“

Römischer Katechismus nach dem Beschlusse des Conciliums von Trient, Teil II, Von der Firmung, Nr. XXV (deutsche Ausgabe Passau 1853, S. 224)

Zur Vorbereitung soll der Firmling nach dem Katechismus von 1955 täglich um die Gaben des Heiligen Geistes beten. Ein kurzes Gebet dafür ist das „Komm, Heiliger Geist“, ein schönes Wort auch für die Karte zum Geschenk.

Veni, Sancte Spiritus, reple tuorum corda fidelium et tui amoris in eis ignem accende.
V. Emitte Spiritum tuum et creabuntur;
R. Et renovabis faciem terrae.

Komm, heiliger Geist, erfülle die Herzen deiner Gläubigen und entzünde in ihnen das Feuer deiner Liebe.
V. Sende uns deinen Geist, und es wird erschaffen werden.
R. Und du wirst das Angesicht der Erde erneuern.

Latein: Preces et pia opera, Vatikanstadt 1952, Nr. 287. Deutsch: Jesus, meine Liebe! Katholisches Gebetbuch, Regensburg 1875, S. 63, auf den Umfang des lateinischen Textes gekürzt.

Warum passt ein Paracord-Rosenkranz zur Firmung?

Ein Paracord-Rosenkranz passt zur Firmung, weil er für den täglichen Gebrauch gemacht ist. Er ist aus 550er Paracord von 4 mm in Militärqualität geknüpft und erinnert in Form und Namen an den geistlichen Kampf, für den die Firmung den jungen Christen stärkt.

Der Soldat Christi Paracord-Rosenkranz etwa ist aus schwarzem 550er Paracord von 4 mm geknüpft und mit Kreuz etwa 51 cm lang. Er trägt Metallperlen von 10 mm, die Vaterunserperlen in Bronze, eine wundertätige Medaille mit lateinischer Schrift und ein Pardonkruzifix; sein Schlaufenteil passt über die meisten Köpfe. Wer es kleiner mag, wählt einen Fingerrosenkranz aus Paracord: einen kleinen Rosenkranz mit zehn Ave-Perlen und einer Vaterunser-Perle. Der Fingerrosenkranz silber/rot etwa passt in die Hosentasche und lässt sich auch als Armband tragen.

Wichtig bleibt der Gebrauch. Ein Rosenkranz ist ein Gebetsgegenstand, kein Schmuck für das Handgelenk allein. Wer dem Firmling zeigen will, wie man ihn betet, findet alle Gebete in unserer Anleitung zum Rosenkranz mit Gebetsbegleiter.

Rosenkranz aus schwarzem Paracord mit silbernen Metallperlen, wundertätiger Medaille und Pardonkruzifix auf einem hellen Stein
Paracord, Metallperlen, Medaille und Kruzifix: ein Rosenkranz für den täglichen Gebrauch. Aufnahme aus unserem Shop.

Was schenkt der Firmpate zur Firmung?

Der Firmpate schenkt zur Firmung am besten etwas, das zu seinem Amt passt: Er soll den Gefirmten im Glauben führen. Ein Rosenkranz, ein Kreuz oder ein Gebetbuch, dazu das Versprechen, mit ihm zu beten, verbinden das Geschenk mit der Aufgabe, die der Pate vor dem Bischof übernimmt.

Der Codex von 1917 verlangt bei der Firmung wie bei der Taufe einen Paten, wenn einer zu haben ist (can. 793). Der Pate muss selbst gefirmt sein (can. 795). Erlaubterweise soll er ein anderer sein als der Taufpate und dasselbe Geschlecht haben wie der Firmling (can. 796). Aus der Firmung entsteht eine geistliche Verwandtschaft, und der Pate ist verpflichtet, den Gefirmten für immer als ihm anvertraut zu betrachten und für seine christliche Erziehung zu sorgen (can. 797).

Der Römische Katechismus begründet das Patenamt mit einem Bild aus dem Kampf: Wer im Gefecht auftreten wolle, brauche jemanden, der ihn durch Kunst und Einsicht unterweise. Um wie viel mehr bedürften die Gläubigen, wenn sie durch die Firmung „wie mit den stärksten Waffen gerüstet“ in den geistigen Kampf gehen, „eines Führers und Rathgebers“. Der Katechismus von 1955 fasst die Aufgabe kurz: Der Firmpate soll dem Gefirmten durch Gebet, Wort und Beispiel helfen, seine Pflichten treu zu erfüllen.

Was schenkt man passend zum Firmnamen?

Passend zum Firmnamen schenkt man ein Bild, eine Statue oder eine Medaille des Heiligen, dessen Namen der Firmling bei der Firmung angenommen hat. Dieser Heilige wird für den Gefirmten zu einem weiteren Patron und Vorbild.

Die Catholic Encyclopedia von 1911 berichtet, dass es bei der Firmung, bei der wie bei der Taufe ein Pate beisteht, üblich geworden ist, einen neuen Namen anzunehmen. Sie erinnert an Beispiele aus der Geschichte: Der französische König Heinrich III. war auf die Namen Edouard Alexandre getauft und erhielt bei der Firmung den Namen Henri, unter dem er später regierte.

Ein Bild des Firmpatrons über dem Schreibtisch oder eine kleine Statue auf dem Regal ist ein Geschenk, das mitwächst. Heilige wie den Erzengel Michael, den heiligen Josef mit dem Jesuskind oder den heiligen Benedikt finden Sie unter den Wandbildern der Heiligen.

Muss ein Geschenk zur Firmung geweiht sein?

Ein Geschenk zur Firmung muss nicht geweiht sein, um verschenkt zu werden. Zum Sakramentale wird ein Rosenkranz oder ein Kreuz aber erst durch die Weihe eines Priesters. Am einfachsten lässt man ihn nach der Firmung von einem Priester weihen.

In unseren Rosenkranzbeschreibungen bitten wir, Rosenkranz und Devotionalien vor dem Gebrauch von einem Priester weihen zu lassen. Sakramentalien sind nach dem Codex von 1917 Dinge oder Handlungen, deren sich die Kirche in einer gewissen Nachahmung der Sakramente bedient, um durch ihre Fürbitte Wirkungen vor allem geistlicher Art zu erlangen (can. 1144). Ein geweihter Rosenkranz bewirkt also nichts aus eigener Kraft; er ist ein Zeichen, mit dem man Gott um Beistand bittet. Segnen darf jeder Priester, ausgenommen die Segnungen, die dem Papst, den Bischöfen oder anderen vorbehalten sind (can. 1147 § 2). Geweihte Dinge sind ehrfürchtig zu behandeln und nicht profan zu gebrauchen (can. 1150).

Aus der Werkstatt

Unsere Paracord-Rosenkränze knüpfen wir von Hand. Beim Soldat Christi sind die Perlenabstände standardmäßig so geknüpft, dass der Daumen bequem dazwischenpasst; wer es enger oder weiter möchte, schreibt das ins Bemerkungsfeld oder per E-Mail. Mittelstücke und Kreuze sind dort frei kombinierbar. Den Erzengel Michael als Mittelstück trägt etwa der Defensor-Ecclesiae-Rosenkranz.

Unser Combat Rosary in der Soldiers Edition kommt in einer Aufbewahrungsbox, die sich auch als Geschenkverpackung eignet. In der Beschreibung des Soldat Christi steht der Hinweis, dass ein Rosenkranz ein Gebetsgegenstand und kein Spielzeug ist und nicht für Kinder unter drei Jahren geeignet.

Soldat-Christi-Rosenkranz aus schwarzem Paracord mit Metallperlen und Pardonkruzifix Zur Firmung Soldat Christi Paracord-Rosenkranz Handgeknüpft aus schwarzem 550er Paracord, mit Metallperlen, Vaterunserperlen in Bronze, wundertätiger Medaille und Pardonkruzifix. Zum Rosenkranz Fingerrosenkranz aus rotem Paracord mit silbernen Edelstahlperlen, Dreifaltigkeitskreuz und Benediktusmedaille Für die Hosentasche Fingerrosenkranz Paracord silber/rot Aus rotem 550er Paracord, Ave-Perlen aus Edelstahl, Vaterunser-Perle aus Metall, Dreifaltigkeitskreuz mit Benediktusmedaille. Zum Fingerrosenkranz

Häufige Fragen zu Geschenken zur Firmung

In welchem Alter wird man gefirmt?

Gefirmt wird man nach dem Kirchenrecht von 1917 angemessen um das siebte Lebensjahr, früher in Todesgefahr oder wenn der Spender es aus gerechten und schwerwiegenden Gründen für angebracht hält (can. 788). Der Römische Katechismus empfiehlt, die Firmung bis zum siebten Lebensjahr aufzuschieben, wenn man nicht das zwölfte abwarten will.

Darf der Taufpate auch Firmpate sein?

Der Taufpate soll nach can. 796 in der Regel nicht zugleich Firmpate sein. Eine Ausnahme gilt, wenn der Spender aus vernünftigem Grund anders urteilt oder die Firmung gleich nach der Taufe gespendet wird.

Wann im Jahr wird die Firmung gespendet?

Die Firmung kann zu jeder Zeit gespendet werden, am angemessensten aber in der Pfingstwoche (can. 790). Der Römische Katechismus begründet das damit, dass an Pfingsten die Apostel durch die Kraft des Heiligen Geistes gestärkt wurden.

Passt ein Paracord-Rosenkranz auch für Mädchen?

Ein Paracord-Rosenkranz passt auch für Mädchen. Den Fatima-Paracord-Rosenkranz in Weiß und Silber knüpfen wir zum Beispiel aus weißem Paracord mit Ave-Perlen aus Edelstahl und einem Mittelstück der Erscheinung von Fatima.

Quellen
  1. Codex Iuris Canonici von 1917, can. 780 bis 797 (Firmung und Firmpaten), 1144, 1147 und 1150 (Sakramentalien). codex-iuris-canonici.de
  2. Römischer Katechismus nach dem Beschlusse des Conciliums von Trient, deutsch, Passau 1853, Teil II, Von der Firmung, Nr. XIV, XVII, XIX, XXIII bis XXV, S. 218 bis 225. archive.org
  3. Thomas von Aquin: Summa theologiae III, q. 72, a. 9. corpusthomisticum.org
  4. Katholischer Katechismus der Bistümer Deutschlands, 1955, Lehrstücke 73 und 74, S. 140 bis 143. archive.org
  5. Preces et pia opera indulgentiis ditata, Vatikanstadt 1952, Nr. 287.
  6. Jesus, meine Liebe! Katholisches Gebetbuch, Regensburg: Coppenrath 1875, S. 63 f.
  7. Herbert Thurston: Christian Names, Abschnitt Confirmation names, in: The Catholic Encyclopedia, Bd. 10, New York 1911. newadvent.org

Zuletzt geprüft am 26. Oktober 2026.

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