Gebet

Glorreicher Rosenkranz zum Mitbeten: alle fünf Gesätze im Wortlaut

Vom leeren Grab bis zur Krönung im Himmel: der glorreiche Rosenkranz im vollen Wortlaut, mit der Einfügung nach „Jesus“, der Bibelstelle und einem Gedanken für jedes der fünf Gesätze.

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Am Ostermorgen sitzt ein Engel auf dem weggewälzten Stein vor einem leeren Grab, und mit ihm beginnt der glorreiche Rosenkranz. Seine fünf Gesätze führen vom Sieg unseres Herrn über den Tod bis zur Krönung seiner Mutter im Himmel. Hier können Sie den glorreichen Rosenkranz zum Mitbeten vollständig nachlesen: jedes Gesätz mit der Einfügung nach „Jesus“, der Schriftstelle in der Übersetzung von Joseph Franz Allioli und einem Gedanken zur Betrachtung. Für die Aufnahme Mariens in den Himmel, zu der die Heilige Schrift keine eigene Begebenheit erzählt, steht der Wortlaut der Dogmatisierung durch Pius XII. von 1950.

Das Wichtigste in Kürze
  • Der glorreiche Rosenkranz ist die dritte der drei Reihen des überlieferten Rosenkranzes: Auferstehung, Himmelfahrt, Sendung des Heiligen Geistes, Aufnahme Mariens in den Himmel und Krönung Mariens.
  • Nach der überlieferten Ordnung betet man ihn am Mittwoch, am Samstag und am Sonntag, dem Tag der Auferstehung.
  • Die Aufnahme Mariens mit Leib und Seele in die himmlische Herrlichkeit hat Pius XII. am 1. November 1950 als von Gott geoffenbartes Dogma verkündet (Munificentissimus Deus, Nr. 44).
  • Das Fest Maria Königin am 31. Mai hat Pius XII. 1954 eingeführt; er schreibt darin, das fünfte glorreiche Geheimnis könne man die mystische Krone der himmlischen Königin nennen.

Was ist der glorreiche Rosenkranz?

Glorreicher Rosenkranz heißt die Reihe von fünf Gesätzen, in denen man die Verherrlichung unseres Herrn und seiner Mutter betrachtet: Auferstehung, Himmelfahrt, Sendung des Heiligen Geistes, Aufnahme Mariens in den Himmel und ihre Krönung. Er ist die letzte der drei Reihen mit zusammen fünfzehn Geheimnissen.

Jedes Gesätz hat ein Vater unser auf der großen Perle und zehn Ave Maria auf den kleinen. Nach dem Namen „Jesus“ fügen Sie in jedes Ave einen kurzen Satz ein, der dieses Geheimnis benennt. Die Einfügungen folgen dem Gebetsbegleiter zum Rosenkranz, dem Hausstandard unseres Ratgebers.

Nr. Geheimnis und Einfügung nach „Jesus“ Schriftstelle
I Die Auferstehung
der von den Toten auferstanden ist
Mt 28, 1–⁠7
II Die Himmelfahrt
der in den Himmel aufgefahren ist
Apg 1, 9–⁠11
III Die Sendung des Heiligen Geistes
der uns den Heiligen Geist gesandt hat
Apg 2, 1–⁠4
IV Die Aufnahme Mariens in den Himmel
der dich, o Jungfrau, in den Himmel aufgenommen hat
keine eigene Schriftstelle; Dogma von 1950
V Die Krönung Mariens
der dich, o Jungfrau, im Himmel gekrönt hat
Apk 12, 1 als Sinnbild

Papst Leo XIII. empfahl die glorreichen Geheimnisse 1893 gegen das Vergessen des ewigen Lebens. In seinem Rundschreiben über den Rosenkranz schreibt er, was der Beter aus ihnen lernt:

„Daraus lernen wir, dass der Tod kein Untergang ist, der alles hinwegnimmt und auslöscht, sondern ein Hinüberwandern und eine Verwandlung des Lebens.“

Leo XIII., Laetitiae sanctae, 8. September 1893 · eigene Übersetzung des lateinischen Textes

Wann betet man den glorreichen Rosenkranz?

Den glorreichen Rosenkranz betet man nach der überlieferten Ordnung am Mittwoch, am Samstag und am Sonntag. Er ist damit die Reihe, die am häufigsten in der Woche wiederkehrt. Der Sonntag gehört ihm als Tag der Auferstehung, im Kirchenjahr besonders die Osterzeit.

Joseph Franz Allioli erklärt zu Mt 28, 1, dass der erste Tag der jüdischen Woche unserem Sonntag entspricht und die Auferstehung des Herrn am frühen Morgen dieses Tages geschah. Das Missale von 1962 feiert die Geheimnisse dieser Reihe an ihren eigenen Tagen: Ostern, Christi Himmelfahrt als Fest I. Klasse, Pfingsten als Fest I. Klasse mit einer Oktav, Mariä Himmelfahrt am 15. August als Fest I. Klasse und Maria Königin am 31. Mai als Fest II. Klasse.

In der Osterzeit tritt an die Stelle des Engels des Herrn die Antiphon Regina caeli. Das Messbuch von Anselm Schott (1894) vermerkt dazu, sie werde stehend gebetet. Ihr Inhalt ist das erste glorreiche Geheimnis:

Regina caeli, laetare, alleluia;
quia quem meruisti portare, alleluia,
resurrexit, sicut dixit, alleluia:
ora pro nobis Deum, alleluia.

Himmelskönigin, freue dich, alleluja;
denn er, den du zu tragen würdig warst, alleluja,
ist auferstanden, wie er gesagt hat, alleluja:
bitte für uns bei Gott, alleluja.

Breviarium Romanum, marianische Schlussantiphon der Osterzeit · deutsche Fassung als eigene wörtliche Übersetzung

Wie beginnt man den glorreichen Rosenkranz?

Den glorreichen Rosenkranz beginnt man am Kreuz mit dem Kreuzzeichen und dem Apostolischen Glaubensbekenntnis. Es folgen Ehre sei dem Vater und Vater unser, drei Ave Maria mit den Bitten um Glaube, Hoffnung und Liebe und noch einmal das Ehre sei dem Vater. Danach beginnt das erste Gesätz.

Kreuzzeichen. Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Glaubensbekenntnis. Ich glaube an Gott, den allmächtigen Vater, Schöpfer des Himmels und der Erde. Und an Jesus Christus, Seinen eingeborenen Sohn, unseren Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geiste, geboren aus Maria, der Jungfrau, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, abgestiegen zu der Hölle, am dritten Tage wieder auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel, sitzet zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird, zu richten die Lebendigen und die Toten. Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige katholische Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Nachlaß der Sünden, Auferstehung des Fleisches und das ewige Leben. Amen.

Wortlaut nach dem Gebetsbegleiter des MarcellusOnlineShop

Auf den drei kleinen Perlen nach der ersten großen Perle beten Sie je ein Ave Maria und fügen nach „Jesus“ der Reihe nach ein: „der in uns den wahren Glauben vermehre“, „der in uns die Hoffnung stärke“, „der in uns die Liebe entzünde“. In jedem Gesätz gelten dann dieselben Gebete, nur die Einfügung wechselt:

Vater unser (große Perle). Vater unser, der Du bist im Himmel, geheiligt werde Dein Name. Zu uns komme Dein Reich. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, also auch auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Übel. Amen.

Zehn Ave Maria (kleine Perlen), jedes mit der Einfügung des Gesätzes, wie unten ausgeschrieben.

Ehre sei dem Vater. Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, wie es war im Anfang, so auch jetzt und allezeit, und in Ewigkeit. Amen.

Fatimagebet. O mein Jesus, verzeih uns unsere Sünden! Bewahre uns vor dem Feuer der Hölle! Führe alle Seelen in den Himmel, besonders jene, die deiner Barmherzigkeit am meisten bedürfen.

Stoßgebet. O Maria, ohne Sünde empfangen, bitte für uns, die wir zu dir unsere Zuflucht nehmen, und für alle, die ihre Zuflucht nicht zu dir nehmen, besonders für die Freimaurer und für alle dir Anempfohlenen.

Wortlaut nach dem Gebetsbegleiter des MarcellusOnlineShop

Was betrachtet man im ersten Gesätz, der Auferstehung?

Im ersten Gesätz des glorreichen Rosenkranzes betrachtet man die Auferstehung: Am dritten Tag nach seinem Tod steht unser Herr aus dem Grab auf, und ein Engel verkündet den Frauen am leeren Grab seinen Sieg. In jedes Ave fügt man nach „Jesus“ ein: „der von den Toten auferstanden ist“.

Der heilige Matthäus erzählt, wie die Frauen frühmorgens zum Grab kommen, die Erde bebt und ein Engel den Stein wegwälzt. Er spricht zu ihnen: „Er ist nicht hier; denn er ist auferstanden, wie er gesagt hat: kommet und sehet den Ort, wo man den Herrn hingelegt hatte“ (Mt 28, 6). Auf dem Rückweg begegnet ihnen der Auferstandene selbst, und sie umfassen seine Füße und beten ihn an (Mt 28, 9). Das Grab, das die Feinde versiegelt und bewacht hatten, ist zum Zeugen geworden. Ein Gedanke für die zehn Ave: Weil Christus lebt, ist kein Grab das letzte Wort.

Gegrüßet seist du Maria, voll der Gnade; der Herr ist mit dir. Du bist gebenedeit unter den Frauen, und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus, der von den Toten auferstanden ist. Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder, jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen.

Zehnmal beten · Wortlaut nach dem Gebetsbegleiter des MarcellusOnlineShop

Was betrachtet man im zweiten Gesätz, der Himmelfahrt?

Im zweiten Gesätz des glorreichen Rosenkranzes betrachtet man die Himmelfahrt: Vierzig Tage nach Ostern fährt unser Herr vor den Augen der Apostel am Ölberg aus eigener Kraft in den Himmel auf. Nach „Jesus“ fügt man in jedes Ave ein: „der in den Himmel aufgefahren ist“.

Die Apostelgeschichte nennt die vierzig Tage, in denen der Auferstandene den Jüngern erschien „und vom Reiche Gottes redete“ (Apg 1, 3). Dann heißt es: „Und als er dieß gesagt hatte, ward er vor ihren Augen aufgehoben, und eine Wolke entzog ihn ihren Blicken“ (Apg 1, 9). Zwei Männer in weißem Gewand fragen die Zurückbleibenden: „Ihr Männer von Galiläa, was stehet ihr da und schauet gen Himmel?“ Und sie verheißen, dass dieser Jesus ebenso wiederkommen wird, wie sie ihn haben hingehen sehen (Apg 1, 10–11).

Leo XIII. erinnert bei diesem Geheimnis an die Verheißung des Herrn: Vado parare vobis locum, bei Allioli: „ich gehe hin, für euch einen Ort zu bereiten“ (Joh 14, 2). Ein Gedanke für die zehn Ave: Der Himmel steht offen.

Wandbild von Christus als König mit Krone in Schwarz und Beige, auf einem hellen Holzregal aufgestellt
Christus als König, zur Rechten des Vaters erhöht. Wandbild aus unserem Sortiment, Rahmen nicht enthalten.

Gegrüßet seist du Maria, voll der Gnade; der Herr ist mit dir. Du bist gebenedeit unter den Frauen, und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus, der in den Himmel aufgefahren ist. Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder, jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen.

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Was betrachtet man im dritten Gesätz, der Sendung des Heiligen Geistes?

Im dritten Gesätz des glorreichen Rosenkranzes betrachtet man das Pfingstfest: Der Heilige Geist kommt in Feuerzungen auf die Apostel herab, die mit der allerseligsten Jungfrau, der Mutter des Herrn, in Jerusalem im Gebet versammelt sind. In jedes Ave fügt man nach „Jesus“ ein: „der uns den Heiligen Geist gesandt hat“.

Nach der Himmelfahrt warten die Apostel in Jerusalem. „Diese Alle beharrten einmüthig im Gebethe sammt den Frauen, und Maria, der Mutter Jesu […]“ (Apg 1, 14). Am Pfingsttag kommt vom Himmel ein Brausen wie von einem gewaltigen Wind. „Und es erschienen ihnen zertheilte Zungen, wie Feuer, und es ließ sich auf einen Jeden von ihnen nieder. Und Alle wurden mit dem heiligen Geiste erfüllet […]“ (Apg 2, 3–4). Allioli erklärt in seiner Anmerkung den Namen: Das jüdische Wochenfest fiel auf den fünfzigsten Tag nach dem Osterfest, daher Pentekoste, fünfzig. Ein Gedanke für die zehn Ave: Die Kirche empfängt den Geist im Gebet, und die Muttergottes betet mit.

Gegrüßet seist du Maria, voll der Gnade; der Herr ist mit dir. Du bist gebenedeit unter den Frauen, und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus, der uns den Heiligen Geist gesandt hat. Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder, jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen.

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Was betrachtet man im vierten Gesätz, der Aufnahme Mariens in den Himmel?

Im vierten Gesätz des glorreichen Rosenkranzes betrachtet man, wie die allerseligste Jungfrau Maria nach Vollendung ihres irdischen Lebens mit Leib und Seele in die himmlische Herrlichkeit aufgenommen wird. Nach „Jesus“ fügt man in jedes Ave ein: „der dich, o Jungfrau, in den Himmel aufgenommen hat“.

Die Heilige Schrift erzählt diese Begebenheit nicht. Nach Pius XII. hat die Lehre dennoch in der Schrift ihren letzten Grund; bezeugt und gefeiert hat die Kirche sie in ihrer Überlieferung, lange bevor Papst Pius XII. sie am 1. November 1950 feierlich als Glaubenssatz verkündete:

Immaculatam Deiparam semper Virginem Mariam, expleto terrestris vitae cursu, fuisse corpore et anima ad caelestem gloriam assumptam.

„Die unbefleckte Gottesmutter und immerwährende Jungfrau Maria ist nach Vollendung ihres irdischen Lebenslaufes mit Leib und Seele in die himmlische Herrlichkeit aufgenommen worden.“

Pius XII., Apostolische Konstitution Munificentissimus Deus, 1. November 1950, Nr. 44 · eigene Übersetzung

In derselben Konstitution sagt Pius XII., die Gottesmutter sei wie ihr Sohn nach dem Sieg über den Tod mit Leib und Seele zur Herrlichkeit des Himmels erhoben worden, wo sie als Königin zur Rechten ihres Sohnes erstrahle (Nr. 40). So führt das vierte Geheimnis unmittelbar zum fünften. Die Messe vom 15. August beginnt im Missale von 1962 mit dem Vers aus der Geheimen Offenbarung von der Frau, mit der Sonne bekleidet. Ein Gedanke für die zehn Ave: Was an der allerseligsten Jungfrau geschehen ist, erhofft die Kirche für alle, die Christus treu bleiben.

Gegrüßet seist du Maria, voll der Gnade; der Herr ist mit dir. Du bist gebenedeit unter den Frauen, und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus, der dich, o Jungfrau, in den Himmel aufgenommen hat. Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder, jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen.

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Was betrachtet man im fünften Gesätz, der Krönung Mariens?

Im fünften Gesätz des glorreichen Rosenkranzes betrachtet man, wie Gott die allerseligste Jungfrau Maria im Himmel zur Königin krönt. Als Mutter des Königs aller Könige ist sie Königin des Himmels und der Erde. In jedes Ave fügt man nach „Jesus“ ein: „der dich, o Jungfrau, im Himmel gekrönt hat“.

Als Sinnbild dieses Geheimnisses dient die Vision des heiligen Johannes, mit der die Messe vom 15. August beginnt: „Und es erschien ein großes Zeichen im Himmel: ein Weib mit der Sonne bekleidet, den Mond unter ihren Füßen, und auf ihrem Haupte eine Krone mit zwölf Sternen“ (Apk 12, 1). Allioli erklärt in seiner Anmerkung, das Weib sei „offenbar die allerseligste Jungfrau Maria“ und stehe zugleich als „Sinnbild der heiligen Gemeinde vor Christo“, aus der der Herr hervorgegangen ist.

Am 11. Oktober 1954 führte Pius XII. mit dem Rundschreiben Ad caeli Reginam das Fest Maria Königin ein, zu feiern am 31. Mai. Darin spricht er vom fünften glorreichen Geheimnis des Rosenkranzes, „das man die mystische Krone der himmlischen Königin nennen kann“. Ein Gedanke für die zehn Ave: Wer den Rosenkranz betet, flicht an dieser Krone mit.

Gegrüßet seist du Maria, voll der Gnade; der Herr ist mit dir. Du bist gebenedeit unter den Frauen, und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus, der dich, o Jungfrau, im Himmel gekrönt hat. Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder, jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen.

Zehnmal beten · Wortlaut nach dem Gebetsbegleiter des MarcellusOnlineShop

Wie endet der glorreiche Rosenkranz?

Der glorreiche Rosenkranz endet nach dem fünften Gesätz an der Medaille mit dem Salve Regina und dem Gebet zum heiligen Erzengel Michael. Das Salve Regina grüßt die Muttergottes als Königin und schließt so unmittelbar an das letzte Geheimnis an. Für alle fünf Gesätze braucht man etwa zwanzig Minuten.

Salve Regina. Sei gegrüßt, o Königin, Mutter der Barmherzigkeit, unser Leben, unsere Wonne und unsere Hoffnung sei gegrüßt. Zu dir rufen wir verbannte Kinder Evas, zu dir seufzen wir trauernd und weinend in diesem Tale der Tränen. Wohlan denn, unsere Fürsprecherin, wende deine barmherzigen Augen zu uns, und nach diesem Elend zeige uns Jesus, die gebenedeite Frucht deines Leibes. O gütige, o milde, o süße Jungfrau Maria.

Gebet zum heiligen Erzengel Michael. Heiliger Erzengel Michael, verteidige uns im Kampfe; gegen die Bosheit und die Nachstellungen des Teufels sei unser Schutz. Gott gebiete ihm, so bitten wir flehentlich; du aber, Fürst der himmlischen Heerscharen, stürze den Satan und die anderen bösen Geister, die zum Verderben der Seelen die Welt durchziehen, in der Kraft Gottes hinab in die Hölle. Amen.

Wortlaut nach dem Gebetsbegleiter des MarcellusOnlineShop

Wer weniger Zeit hat, darf auch nur ein Gesätz beten; der Gebetsbegleiter nennt das ausdrücklich ein wertvolles Gebet. Am Montag und Donnerstag folgt nach der überlieferten Ordnung die freudenreiche, am Dienstag und Freitag die schmerzhafte Reihe.

Aus der Werkstatt

Unsere Regina-caeli-Rosenkränze tragen den Namen der österlichen Antiphon. Die Ave-Perlen sind matte schwarze Steinperlen von 8 mm, die Vater-unser-Perlen glänzende Glasschliffperlen von 12 mm in Saphirblau oder Smaragdgrün. So findet der Finger die große Perle auch ohne hinzusehen. Das Mittelstück zeigt ein Marienmotiv, das an ein gotisches Rosenfenster erinnert; der Rosenkranz ist an schwarzer Kordel geknüpft und etwa 50 cm lang.

Mittelstück und Kreuz lassen sich frei kombinieren, ein Hinweis im Bemerkungsfeld Ihrer Bestellung genügt. Weitere Stücke aus Stein und Glas finden Sie unter Rosenkränze mit Steinperlen.

Regina-caeli-Rosenkranz mit matten schwarzen Steinperlen, saphirblauen Glasperlen und filigranem Marienmittelstück Im Artikel erwähnt Regina caeli Rosenkranz saphirblau Handgeknüpft an schwarzer Kordel, mit Steinperlen, blauen Glasschliffperlen und Marienmittelstück. Zum Rosenkranz

Häufige Fragen zum glorreichen Rosenkranz

Warum betet man den glorreichen Rosenkranz am Sonntag?

Den glorreichen Rosenkranz betet man am Sonntag, weil unser Herr am frühen Morgen des ersten Wochentages auferstanden ist. Der Sonntag ist der Tag der Auferstehung, und das erste glorreiche Geheimnis betrachtet genau sie. Mittwoch und Samstag kommen nach der überlieferten Ordnung hinzu.

Steht die Aufnahme Mariens in der Bibel?

Die Aufnahme Mariens in den Himmel wird in der Heiligen Schrift nicht als Begebenheit erzählt. Nach Pius XII. hat die Lehre in der Schrift ihren letzten Grund und ist durch die Überlieferung der Kirche bezeugt; 1950 hat er sie als von Gott geoffenbartes Dogma verkündet (Munificentissimus Deus, Nr. 38 und 44). Die Messe des 15. August beginnt mit dem Vers von der Frau mit der Sonne aus Apk 12, 1.

Was ist der Unterschied zwischen Mariä Himmelfahrt und Christi Himmelfahrt?

Christi Himmelfahrt und Mariä Himmelfahrt unterscheidet, wer handelt. Christus ist nach dem Römischen Katechismus aus eigener Kraft in den Himmel aufgefahren (Teil I, Artikel 6), die allerseligste Jungfrau wurde von Gott aufgenommen. Deshalb sagt die Einfügung im zweiten Gesätz „aufgefahren“, im vierten „aufgenommen“. Für den Rosenkranz zu Hause finden Sie handgeknüpfte Rosenkränze aus unserer Werkstatt.

Quellen
  1. Gebetstexte, Einfügungen nach „Jesus“, Ablauf und Wochentage: Gebetsbegleiter des MarcellusOnlineShop (Hausstandard).
  2. Joseph Franz Allioli: Die Heilige Schrift des alten und neuen Testamentes, aus der Vulgata übersetzt, Band 5, 4. Auflage, Landshut 1839: Mt 28, Joh 14, Apg 1 und 2 mit Anmerkungen; Band 6, 4. Auflage, Landshut 1859: Apk 12 mit Anmerkung. Schreibweise der Ausgaben, langes s aufgelöst. Band 5, Band 6 (archive.org)
  3. Biblia Sacra Vulgatae Editionis (Clementina): Mt 28, Apg 1 und 2, Apk 12. drbo.org
  4. Pius XII.: Apostolische Konstitution Munificentissimus Deus, 1. November 1950, Nr. 38, 40 und 44. vatican.va
  5. Pius XII.: Rundschreiben Ad caeli Reginam, 11. Oktober 1954, Nr. 31. vatican.va
  6. Leo XIII.: Laetitiae sanctae, 8. September 1893, lateinisch und englisch. vatican.va
  7. Missale Romanum, Editio typica 1962: Christi Himmelfahrt, Pfingsten, Mariä Himmelfahrt (15. August), Maria Königin (31. Mai). archive.org
  8. Catechismus Romanus (Römischer Katechismus), Teil I, Artikel 6, englische Ausgabe von J. Donovan, Dublin 1908. archive.org
  9. Breviarium Romanum, marianische Antiphon Regina caeli, Textausgabe Divinum Officium; Anselm Schott: Das Meßbuch der heiligen Kirche, Freiburg 1894, Anhang zum Engel des Herrn.

Zuletzt geprüft am 19. Oktober 2026.

Die Werkstatt des MarcellusOnlineShop

Wir knüpfen Rosenkränze von Hand in unserer Werkstatt in Deutschland und schreiben im Ratgeber über Gebete, Devotionalien und den überlieferten katholischen Glauben.

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