Pflege

Rosenkranz aufbewahren, pflegen und richtig entsorgen

Welche Tasche zu welchem Rosenkranz passt, was unsere Produktangaben zur Pflege sagen und wie man einen zerbrochenen geweihten Rosenkranz ehrfürchtig entsorgt.

9 Min. LesezeitMarcellusOnlineShop

Ein Rosenkranz begleitet viele Menschen über Jahre: in der Jackentasche, auf dem Nachttisch, auf Reisen. Mit der Zeit franst die Kordel, eine Perle löst sich, und irgendwann stellt sich die Frage, was mit einem gesegneten Rosenkranz geschehen soll, der nicht mehr zu gebrauchen ist. Dieser Ratgeber zeigt, wie Sie einen Rosenkranz aufbewahren, welche Rosenkranztasche zu welcher Perlengröße passt, was unsere Produktangaben zur Pflege sagen und wie man einen zerbrochenen geweihten Rosenkranz ehrfürchtig entsorgt.

Das Wichtigste in Kürze
  • Ein gesegneter Rosenkranz ist ein Sakramentale, ein Ding, dessen sich die Kirche bedient, um durch ihre Fürbitte Wirkungen vor allem geistlicher Art zu erlangen (can. 1144). Durch die Segnung dem heiligen Gebrauch gewidmet, ist er nach dem Codex von 1917 ehrfürchtig zu behandeln und nicht profan zu gebrauchen, auch im Privatbesitz (can. 1150).
  • Eine Rosenkranztasche schützt den Rosenkranz unterwegs. Kompakte Taschen sind für Perlen von 6 bis 8 mm gedacht, große Paracord-Rosenkränze mit 10 mm Perlen brauchen größere Modelle.
  • Sind einem Rosenkranz Ablässe verliehen, etwa durch die Rosenkranzsegnung der Dominikaner, erlöschen sie nach can. 924 § 2 erst, wenn er ganz zu bestehen aufhört oder verkauft wird.
  • Ein geweihter Rosenkranz gehört nicht in den Hausmüll. Nach verbreitetem Brauch verbrennt man, was aus Holz oder Naturfaser ist, und vergräbt den Rest; eine kirchliche Vorschrift dazu enthält der Codex nicht. Sie können ihn auch Ihrem Pfarrer geben.

Wie bewahrt man einen Rosenkranz richtig auf?

Einen Rosenkranz bewahrt man an einem festen, sauberen Platz auf, zu Hause etwa beim Kreuz oder am Bett, unterwegs in einer Rosenkranztasche. Ist er gesegnet, verlangt das Kirchenrecht von 1917, ihn ehrfürchtig zu behandeln und nicht zu profanem Gebrauch zu verwenden (can. 1150).

Der Kanon im Wortlaut: Res consecratae, vel benedictae constitutiva benedictione, reverenter tractentur neque ad usum profanum vel non proprium adhibeantur, etiamsi in dominio privatorum sint. Geweihte oder durch eine konstitutive Segnung gesegnete Dinge sollen ehrfürchtig behandelt und nicht zu profanem oder ihnen fremdem Gebrauch verwendet werden, auch wenn sie Privatleuten gehören. Das Rituale Romanum wiederholt diese Regel für gesegnete Dinge fast wörtlich in seinen allgemeinen Bestimmungen über die Segnungen (Tit. VIII, cap. 1, nr. 4).

Wie das im Alltag aussieht, sagt die Kirche selbst in der Rosenkranzsegnung der Dominikaner. Sie bittet für jeden, der den Rosenkranz bei sich trägt, ihn in seinem Hause ehrfürchtig aufbewahrt und mit ihm betet. Ein Rosenkranz gehört also nicht in die Schublade zwischen Batterien und Schlüssel, sondern an einen Ort, der zum Gebet einlädt.

„… ut, quicúmque horum quódlibet secum portáverit, atque in domo sua reverénter tenúerit, et in eis ad te, secúndum hujus sanctæ Societátis institúta, divína contemplándo mystéria devóte oráverit …“ (damit jeder, der eines davon bei sich trägt, in seinem Hause ehrfürchtig aufbewahrt und mit ihnen nach den Satzungen dieser heiligen Bruderschaft die göttlichen Geheimnisse betrachtend andächtig zu dir betet …)

Rituale Romanum, Benedictio coronarum sacratissimi Rosarii, Propria Ordinis Praedicatorum (Ausgabe 1925, Druck Regensburg 1937, S. 555 f.)

Welche Rosenkranztasche passt zu welchem Rosenkranz?

Welche Rosenkranztasche passt, hängt von der Perlengröße ab. Kompakte Taschen von etwa 10,5 mal 8,5 cm oder 13 mal 10 cm sind für Rosenkränze mit 6 bis 8 mm Perlen gedacht. Große Paracord-Rosenkränze mit 10 mm Perlen brauchen eine größere Tasche.

Eine Rosenkranztasche hat einen schlichten Zweck. In unserer Kollektionsbeschreibung steht es so: „Ein Rosenkranz, der lose in der Tasche liegt, verknotet sich und nutzt sich ab. Eine Tasche schützt ihn und macht ihn griffbereit.“ Die Übersicht zeigt unsere Modelle mit den Angaben aus den Produktbeschreibungen.

Tasche Maße und Material Geeignet für
Echtleder etwa 13 × 10 cm, Rindsleder, Reißverschluss Rosenkränze mit 6 bis 8 mm Perlen
Nylon klein etwa 10,5 × 8,5 cm, Nylon, Reißverschluss, Karabiner Rosenkränze mit 6 bis 8 mm Perlen, etwa das Combat Rosary
Nylon 1000d 13,5 × 10 × 2 cm, 30 g große und kleine Rosenkränze
Paracord 6 × 13 × 3 cm, 60 g, 1000d Nylon, MOLLE-Schlaufe, Klettfläche große Paracord-Rosenkränze

Alle Modelle finden Sie in unserer Kollektion Taschen für Rosenkränze. Die Ledertasche ist schlicht genug für ein Geschenk zur heiligen Erstkommunion oder zur Firmung, die Nylontaschen sind für Rucksack, Gürtel und Ausrüstung gemacht.

Wie pflegt man einen Rosenkranz?

Einen Rosenkranz pflegt man vor allem durch Schutz: in einer Tasche statt lose in der Hosentasche und regelmäßig auf Beschädigungen geprüft. Eine eigene Reinigungsanleitung enthalten unsere Produktbeschreibungen nicht; Fragen zum Material eines Rosenkranzes beantwortet die Werkstatt.

Was die Beschreibungen sagen, ist knapp und praktisch. In den Sicherheitshinweisen unserer geknüpften Rosenkränze steht: „Bitte regelmäßig auf Beschädigungen prüfen und bei Schäden nicht weiterverwenden.“

Zu einzelnen Materialien sagen die Beschreibungen Folgendes. Sandelholz verändert seine Farbe je nach Licht: In der Sonne nimmt es eine grünliche Färbung an, vor Licht geschützt kehrt es zu seiner ursprünglichen braunen Farbe zurück. Sein Duft kommt von natürlichen Ölen im Holz, vor allem dem Santalol. Ebenholz hat eine glatte Oberfläche und eine natürliche Maserung mit einem dezenten, leicht süßlich-holzigen Duft. Die Kupferperlen unseres Combat Rosary Compact tragen eine Galvanikbeschichtung.

Was tun, wenn ein geweihter Rosenkranz zerbricht?

Wenn ein geweihter Rosenkranz zerbricht, lässt man ihn reparieren oder bewahrt die Teile ehrfürchtig auf, bis man sie würdig entsorgt. Sind ihm Ablässe verliehen, erlöschen sie nach can. 924 § 2 erst, wenn er ganz zu bestehen aufhört. Eine gerissene Kordel allein hebt sie nach diesem Wortlaut nicht auf.

Der lateinische Text spricht von Rosenkränzen, die prorsus desinant esse, die „ganz zu bestehen aufhören“. Ein Rosenkranz, dessen Kordel gerissen ist und dessen Perlen, Kreuz und Medaille vollständig erhalten sind, lässt sich neu auffädeln oder neu knüpfen. Wie viele Teile man ersetzen darf, bevor er als neuer Rosenkranz gilt, regelt der Codex nicht. Für die Segnung selbst gibt es nur eine Analogie: Geweihtes Kirchengerät verliert nach can. 1305 § 1 seine Segnung, wenn es seine ursprüngliche Form verloren hat und für seinen Gebrauch nicht mehr taugt. Nach einer größeren Reparatur lassen Sie den Rosenkranz im Zweifel erneut von einem Priester weihen.

Bis zur Reparatur gehören die Teile zusammen in einen Beutel oder eine Tasche, nicht lose in eine Schale mit Kleinkram. Und weil unsere Beschreibungen raten, einen beschädigten Rosenkranz nicht weiter zu verwenden, beten Sie in der Zwischenzeit lieber mit einem anderen.

Wie entsorgt man einen geweihten Rosenkranz?

Einen geweihten Rosenkranz entsorgt man nicht im Hausmüll. Nach verbreitetem Brauch verbrennt man, was aus Holz oder Naturfaser ist, und vergräbt Metall, Glas oder Stein an einem würdigen Ort. Der Codex von 1917 schreibt dazu nichts vor; Sie können ihn auch Ihrem Pfarrer übergeben.

Der Codex von 1917 regelt die Entsorgung eines privaten Rosenkranzes nicht ausdrücklich. Das Verbrennen entspricht aber dem Vorbild, das die Kirche mit ihren eigenen geweihten Dingen gibt. Unser Rat: Kordeln aus Kunstfaser, auch Paracord, verbrennen Sie nicht im Haus; im Zweifel geben Sie den Rosenkranz Ihrem Pfarrer.

Das alte Chrisam und das alte Katechumenenöl soll der Pfarrer, sobald er die neuen Öle erhalten hat, in der Kirche verbrennen (Rituale Romanum, Tit. II, cap. 1, nr. 47 und 48). Die Watte, mit der bei der Letzten Ölung die gesalbten Stellen abgewischt werden, wird in die Kirche gebracht, verbrannt, und die Asche ins Sakrarium gegeben, den eigenen Ausguss der Kirche für solche Reste (Tit. V, cap. 2, nr. 9). Das Wasser der ersten Waschung der Purifikatorien, Pallen und Korporalien kommt ins Sakrarium oder, wenn es keines gibt, ins Feuer (can. 1306 § 2).

Am bekanntesten ist das Beispiel aus dem Kirchenjahr: Die Asche für den Aschermittwoch wird nach dem Missale Romanum von 1962 aus Zweigen von Ölbäumen oder anderen Bäumen gewonnen, die im Jahr zuvor gesegnet wurden. Hier wird Gesegnetes nicht weggeworfen, sondern verbrannt und als Asche am Aschermittwoch wieder gebraucht. Wer unsicher ist, fragt seinen Pfarrer.

Aus der Werkstatt

Unsere Rosenkranztasche aus Echtleder ist aus Rindsleder gefertigt, misst etwa 13 mal 10 cm und schließt mit einem Reißverschluss. In der Beschreibung steht dazu ein Hinweis: Ein leichter Lederduft ist bei neuen Taschen normal und verfliegt nach kurzer Zeit von selbst. Die robuste Rosenkranztasche aus 1000d Nylon misst 13,5 mal 10 mal 2 cm, wiegt 30 g und nimmt große wie kleine Rosenkränze auf.

Unseren Combat Rosary Compact liefern wir mit einem Leinenbeutel, in dem er auch zu Hause einen festen Platz hat. Bei den geknüpften Rosenkränzen sind die Perlenabstände so gewählt, dass der Daumen bequem dazwischenpasst; engere oder weitere Abstände knüpfen wir auf Wunsch.

Rosenkranztasche aus hellbraunem Echtleder mit Reißverschlüssen und einem Holzrosenkranz auf Schiefer Im Artikel erwähnt Rosenkranztasche aus Echtleder, hellbraun Aus Rindsleder mit Reißverschluss, etwa 13 mal 10 cm, für Rosenkränze mit 6 bis 8 mm Perlen. Zur Tasche Sandfarbene Rosenkranztasche aus Nylon mit Klettfläche und Schlaufen auf einer Steinstufe Im Artikel erwähnt Paracord-Rosenkranztasche Sand, MOLLE und Klett Aus 1000d Nylon, 6 mal 13 mal 3 cm, mit Karabiner und MOLLE-Schlaufe für große Paracord-Rosenkränze. Zur Tasche

Häufige Fragen zur Aufbewahrung des Rosenkranzes

Darf man einen Rosenkranz als Dekoration aufhängen?

Ein gesegneter Rosenkranz darf nach can. 1150 nicht zu profanem oder ihm fremdem Gebrauch dienen. Am Kreuz oder beim Bild der Muttergottes, wo man betet, ist er gut aufgehoben. Als bloßer Wandschmuck ohne Gebet verfehlt er seinen Zweck.

Darf man einen geweihten Rosenkranz verschenken?

Einen geweihten Rosenkranz zu verschenken, ist erlaubt, denn can. 1150 verbietet nur profanen oder fremden Gebrauch, und ein Geschenk fällt nicht darunter. Etwaige Ablässe erlöschen nach can. 924 § 2 nur, wenn der Rosenkranz ganz zu bestehen aufhört oder verkauft wird; ein Geschenk ist kein Verkauf.

Passt ein Paracord-Rosenkranz in eine Ledertasche?

Unsere Ledertaschen sind laut Beschreibung für Rosenkränze mit 6 bis 8 mm Perlen gemacht und nicht für die großen Paracord-Rosenkränze geeignet. Für diese gibt es die Paracord-Rosenkranztasche mit MOLLE und Klett oder die Robuste Rosenkranztasche in Sand oder Olivgrün.

Darf man einen alten Rosenkranz in den Müll werfen?

Ein ungesegneter Rosenkranz ist rechtlich kein Sakramentale, verdient als Gebetsschnur aber trotzdem Achtung. Ein gesegneter gehört nicht in den Müll. Nach verbreitetem Brauch verbrennt man Holz und Naturfaser und vergräbt den Rest an einem würdigen Ort, oder man gibt ihn dem Pfarrer.

Quellen
  1. Codex Iuris Canonici von 1917, can. 924 § 2, 1144, 1150, 1305 § 1 und 1306 § 2. codex-iuris-canonici.de
  2. Rituale Romanum, Editio quinta juxta typicam (Typica 1925), Regensburg: Pustet 1937: Tit. II, cap. 1, nr. 47 und 48 (heilige Öle); Tit. V, cap. 2, nr. 9 (Letzte Ölung); Tit. VIII, cap. 1, nr. 4 (allgemeine Regeln der Segnungen); Anhang, Benedictiones propriae, Nr. 35 (Rosenkranzsegnung). librinostri.catholica.cz
  3. Missale Romanum 1962, Feria IV Cinerum, De benedictione cinerum. archive.org
  4. Produktangaben des MarcellusOnlineShop zu Rosenkranztaschen, Rosenkränzen und zur Kollektion „Taschen für Rosenkränze“, Stand 19. Oktober 2026.

Zuletzt geprüft am 19. Oktober 2026.

Die Werkstatt des MarcellusOnlineShop

Wir knüpfen Rosenkränze von Hand in unserer Werkstatt in Deutschland und schreiben im Ratgeber über Gebete, Devotionalien und den überlieferten katholischen Glauben.

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