Christkönig

Christkönig: das Fest am letzten Oktobersonntag und das Königtum Christi

Am 25. Oktober 2026 feiert der überlieferte Kalender Christkönig. Wie Pius XI. das Fest 1925 begründete, was die Messe betet und warum an diesem Tag die Herz-Jesu-Weihe erneuert wird.

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Am Sonntag, dem 25. Oktober 2026, feiert die Kirche im überlieferten Kalender das Fest Christkönig. Die Paramente sind weiß, und die heilige Messe beginnt mit einem Wort aus der Geheimen Offenbarung: „Würdig ist das Lamm, das geschlachtet wurde, zu empfangen Macht und Gottheit.“ Das Christkönigsfest ist jung, Papst Pius XI. hat es erst 1925 eingesetzt. Dieser Ratgeber erklärt, wann Christkönig gefeiert wird, warum es das Fest gibt und was die Kirche meint, wenn sie unseren Herrn Jesus Christus König nennt.

Das Wichtigste in Kürze
  • Christkönig ist das Fest unseres Herrn Jesus Christus als König aller Menschen und Völker. Papst Pius XI. hat es mit dem Rundschreiben Quas primas vom 11. Dezember 1925 für die ganze Kirche eingesetzt.
  • Im Kalender von 1962 fällt Christkönig auf den letzten Sonntag im Oktober, 2026 also auf den 25. Oktober. Es ist ein Fest der I. Klasse und tritt an die Stelle des Sonntags.
  • Pius XI. bestimmte, dass an diesem Tag jedes Jahr die Weihe des Menschengeschlechts an das Heiligste Herz Jesu erneuert wird.
  • Das Reich Christi ist nach Quas primas vor allem geistlich: Christus soll im Verstand, im Willen, im Herzen und im Leib jedes Menschen herrschen.

Was ist das Christkönigsfest?

Christkönig ist das Fest, an dem die Kirche unseren Herrn Jesus Christus als König aller Menschen und Völker verehrt. Papst Pius XI. hat es 1925 mit dem Rundschreiben Quas primas eingesetzt, zum Abschluss des Heiligen Jahres, in dem auch die 1600-Jahr-Feier des Konzils von Nicäa begangen wurde.

Der lateinische Name lautet Festum D. N. Iesu Christi Regis, Fest unseres Herrn Jesus Christus, des Königs. Viele Kardinäle, Bischöfe und Gläubige hatten den Papst um ein solches Fest gebeten, schreibt Pius XI. selbst. Den Zusammenhang mit Nicäa begründet er so: Das Konzil von 325 hat die Wesensgleichheit des eingeborenen Sohnes mit dem Vater als Glaubenssatz verkündet, und auf der Gottheit des menschgewordenen Wortes beruht seine Herrschaft über alle Menschen.

Dass Christus König ist, sagt die Kirche nicht erst seit 1925. Der Engel verheißt der allerseligsten Jungfrau, ihr Sohn werde „herrschen im Hause Jakob ewiglich, und seines Reiches wird kein Ende sein“ (Lk 1, 32 bis 33). Neu war 1925 ein eigener Festtag, der dieses Königtum zum Gegenstand hat.

Wann ist Christkönig 2026?

Christkönig fällt im überlieferten Kalender auf den letzten Sonntag im Oktober, 2026 also auf Sonntag, den 25. Oktober. Pius XI. wählte diesen Sonntag, weil er unmittelbar vor Allerheiligen liegt und das Kirchenjahr sich zu diesem Zeitpunkt seinem Ende zuneigt.

Die Rubriken des Missale von 1962 zählen Christkönig zu den wenigen Festen, die fest einem Sonntag zugewiesen sind (Rubricae generales, Nr. 17). Das Fest tritt mit allen Rechten an die Stelle des Sonntags, und des verdrängten Sonntags wird nicht gedacht. 2026 entfällt deshalb die Messe vom 22. Sonntag nach Pfingsten. In der Rangordnung der liturgischen Tage steht Christkönig bei den Festen der I. Klasse neben Erscheinung des Herrn, Christi Himmelfahrt, Dreifaltigkeit, Fronleichnam und Herz Jesu.

Jahr Christkönig (letzter Sonntag im Oktober)
2026 25. Oktober
2027 31. Oktober
2028 29. Oktober
2029 28. Oktober
2030 27. Oktober

Warum hat Pius XI. das Christkönigsfest eingeführt?

Pius XI. führte das Christkönigsfest ein, weil er im Laizismus die Krankheit seiner Zeit sah: Christus und seine Kirche wurden aus dem öffentlichen Leben verdrängt. Ein jährlich wiederkehrendes Fest, so der Papst, belehrt die Gläubigen wirksamer als jedes noch so gewichtige Lehrschreiben.

Wörtlich nennt Pius XI. den „sogenannten Laizismus“ die Pest der Zeit (pestem aetatis nostrae). Gemeint ist eine Haltung, die der Kirche das Recht abspricht, die Menschen zu lehren und zu leiten, und die Religion Christi auf eine Stufe mit falschen Religionen stellt. Als Heilmittel wählte der Papst kein weiteres Lehrschreiben, sondern einen Festtag, denn Feste erreichen alle Gläubigen und sprechen zu Verstand und Herz zugleich.

„Jene Lehrschreiben sprechen einmal, die Feste aber jedes Jahr und gleichsam immerfort.“

Pius XI., Quas primas, 1925, Nr. 21: haec semel, illae quotannis atque perpetuo, ut ita dicamus, loquuntur

Was bedeutet das Königtum Christi?

Christus ist König in zweifacher Weise, lehrt Pius XI.: von Natur, weil in ihm die menschliche Natur mit der Person des ewigen Wortes vereint ist, und durch erworbenes Recht, weil er die Menschen mit seinem kostbaren Blut erlöst hat. Seine Herrschaft umfasst alle Menschen.

Zur Herrschaft Christi gehört nach Quas primas eine dreifache Gewalt: Er gibt Gesetze, denen man gehorchen muss; er richtet, denn der Vater hat „alles Gericht dem Sohne übergeben“ (Jo 5, 22); und ihm kommt die vollziehende Gewalt zu, denn alle müssen seinen Befehlen gehorchen. Das Rundschreiben zitiert dazu den heiligen Cyrill von Alexandrien, nach dem Christus die Herrschaft über alle Geschöpfe nicht geraubt hat, sondern sie von Wesen und Natur besitzt.

Für den einzelnen Gläubigen zieht Pius XI. eine klare Folgerung. Keine Fähigkeit des Menschen ist von dieser Herrschaft ausgenommen.

Christus soll herrschen Lateinisch Was das heißt
im Verstand in hominis mente den geoffenbarten Wahrheiten fest zustimmen
im Willen in voluntate den Geboten Gottes gehorchen
im Herzen in animo Gott über alles lieben und ihm allein anhangen
im Leib in corpore eiusque membris die Glieder als Waffen der Gerechtigkeit gebrauchen (Röm 6, 13)

Ist Christus ein König im politischen Sinn?

Christus ist kein König nach Art irdischer Herrscher. Sein Reich ist nach seinem eigenen Wort nicht von dieser Welt (Jo 18, 36) und nach Quas primas vor allem geistlich. Pius XI. lehrt aber ebenso, dass auch Staaten und Regierende Christus öffentlich Ehre und Gehorsam schulden.

In dieses Reich tritt man nach Quas primas durch Buße, Glaube und Taufe ein. Es steht allein dem Reich des Satans und der Macht der Finsternis entgegen und verlangt von den Seinen Losschälung von irdischen Gütern, Sanftmut, Hunger nach Gerechtigkeit und die Bereitschaft, das Kreuz zu tragen.

Zugleich nennt Pius XI. es einen schweren Irrtum, Christus jede Gewalt über bürgerliche Dinge abzusprechen. Während seines Erdenlebens hat er diese Gewalt nicht ausgeübt und den Besitzenden ihren Besitz gelassen. Der Papst zitiert dazu den Hymnus zum Fest der Erscheinung: Non eripit mortalia, qui regna dat caelestia, „Nicht raubt er Irdisches, der himmlische Reiche schenkt“. Die jährliche Feier soll auch die Regierenden an das Letzte Gericht erinnern, in dem Christus die Missachtung seiner Herrschaft streng ahnden wird.

Wandbild von Christus als König mit Krone und Strahlenkranz, darunter die Inschrift Christus vincit, Christus regnat, Christus imperat
Christus als König, darunter der Ruf Christus vincit, Christus regnat, Christus imperat. Wandbild aus unserem Sortiment, abgebildet mit Rahmen, der nicht zum Lieferumfang gehört.

Was betet die Kirche am Christkönigsfest?

Die Messe von Christkönig beginnt mit dem Introitus Dignus est Agnus aus der Geheimen Offenbarung (Apk 5, 12). Die Epistel steht im Kolosserbrief (1, 12 bis 20), das Evangelium ist das Verhör des Heilands vor Pilatus (Jo 18, 33 bis 37). Dazu hat das Fest eine eigene Präfation.

Im Evangelium fragt Pilatus: „Also bist du doch ein König?“ Der Heiland antwortet: „Du sagst es, ich bin ein König.“ Die Präfation beschreibt das Reich, das Christus dem Vater übergibt, in sieben Worten: regnum veritatis et vitae; regnum sanctitatis et gratiae; regnum iustitiae, amoris et pacis, ein Reich der Wahrheit und des Lebens, der Heiligkeit und der Gnade, der Gerechtigkeit, der Liebe und des Friedens. In der Postcommunio bitten die Gläubigen, die sich rühmen, „unter den Fahnen Christi des Königs zu streiten“, dass sie mit ihm im himmlischen Reich immerdar herrschen dürfen.

Omnipotens sempiterne Deus, qui in dilecto Filio tuo, universorum Rege, omnia instaurare voluisti: concede propitius; ut cunctae familiae gentium, peccati vulnere disgregatae, eius suavissimo subdantur imperio: Qui tecum vivit et regnat in unitate Spiritus Sancti, Deus, per omnia saecula saeculorum. Amen.

Allmächtiger, ewiger Gott, du wolltest in deinem geliebten Sohn, dem König des Weltalls, alles erneuern. Gewähre gnädig, dass alle Familien der Völker, die durch die Wunde der Sünde zerrissen sind, sich seiner überaus milden Herrschaft unterwerfen. Der mit dir lebt und herrscht in der Einheit des Heiligen Geistes, Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Oratio vom Fest Christkönig, Missale Romanum 1962, Nr. 3939, Schluss nach Rubricae generales Nr. 115; deutsch wörtlich übertragen

Warum wird an Christkönig die Herz-Jesu-Weihe erneuert?

Am Christkönigsfest wird die Weihe des Menschengeschlechts an das Heiligste Herz Jesu erneuert, weil Pius XI. es in Quas primas so angeordnet hat. Papst Leo XIII. hatte die Menschheit 1899 dem Herzen Jesu geweiht, Pius X. die jährliche Wiederholung dieser Weihe befohlen.

Mit dem Rundschreiben Annum sacrum vom 25. Mai 1899 ordnete Leo XIII. für den 9. bis 11. Juni 1899 Andachten in allen Hauptkirchen an; am letzten Tag sollte überall die Weiheformel gebetet werden, die er den Bischöfen mitschickte. Pius XI. sah in diesem Brauch eine Vorbereitung des Christkönigsfestes: Viele Familien, aber auch Staaten und Königreiche hatten sich dem Heiligsten Herzen geweiht und damit die Herrschaft Christi anerkannt. Nur für das Jahr 1925 legte er die Weihe auf den 31. Dezember; an diesem Tag wollte er selbst zu Ehren Christi des Königs ein Pontifikalamt feiern und die Weihe in seiner Gegenwart vollziehen lassen.

Aus der Werkstatt

Unsere Christkönig-Wandbilder sind auf mattes, unbeschichtetes Deluxe-Papier mit 216 bis 270 g/m² gedruckt, in DIN A5 und DIN A4, ohne Rahmen. Sie werden nicht gerollt, sondern von Hand in einen schützenden Umschlag gelegt.

Der Soldat-Christi-Rosenkranz ist aus schwarzem 550er Paracord von 4 mm geknüpft, mit bronzefarbenen Metallperlen von 10 mm, einer Wundertätigen Medaille als Mittelstück und einem Pardon-Kruzifix. Er misst mit Kreuz etwa 51 cm. Die Perlenabstände knüpfen wir so, dass der Daumen bequem dazwischenpasst; engere oder weitere Abstände sind auf Wunsch möglich. Weitere Modelle finden Sie bei unseren Paracord-Rosenkränzen aus der Werkstatt.

Wandbild Christkönig in Schwarz und Beige mit Krone, Strahlenkranz und der Inschrift Christus vincit Im Artikel erwähnt Christkönig Wandbild schwarz/beige Christus als König, gedruckt auf mattem Deluxe-Papier, geliefert ohne Rahmen. Zum Wandbild Soldat-Christi-Rosenkranz aus schwarzem 550er Paracord mit bronzefarbenen Metallperlen und Pardon-Kruzifix Im Artikel erwähnt Soldat Christi Paracord-Rosenkranz Handgeknüpft aus 550er Paracord, mit Metallperlen, Wundertätiger Medaille und Pardon-Kruzifix. Zum Rosenkranz

Häufige Fragen zu Christkönig

Ist Christkönig ein gebotener Feiertag?

Christkönig ist im Kirchenrecht von 1917 nicht eigens als gebotener Feiertag genannt. Can. 1247 § 1 zählt aber alle Sonntage zu den gebotenen Feiertagen, und Christkönig fällt immer auf einen Sonntag. Deshalb ist an diesem Tag die heilige Messe zu hören (can. 1248), und es gilt die Sonntagsruhe.

Welche liturgische Farbe hat Christkönig?

Christkönig wird in Weiß gefeiert. Die Rubriken von 1962 schreiben Weiß für alle Feste des Herrn vor, ausgenommen die Feste seines Leidens und der Leidenswerkzeuge (Rubricae generales, Nr. 120).

Was bedeutet Christus vincit, Christus regnat, Christus imperat?

Christus vincit, Christus regnat, Christus imperat heißt: Christus siegt, Christus herrscht, Christus gebietet. Das Missale von 1962 nennt den Hymnus Christus vincit ausdrücklich als Gesang zu Ehren Christi des Königs, den die Gläubigen bei der Palmprozession singen dürfen.

Wie kann man Christkönig zu Hause begehen?

Christkönig begeht man zuerst mit der heiligen Messe. Pius XI. wünschte außerdem, dass an diesem Tag die Weihe an das Heiligste Herz Jesu erneuert wird, und diese Weihe kann auch eine Familie gemeinsam beten. Wer den Tag mit dem Rosenkranz beschließen möchte, findet alle Gebete in unserem Gebetsbegleiter zum Rosenkranz, Bilder des Heilands bei den Wandbildern von Jesus Christus.

Quellen
  1. Pius XI.: Rundschreiben Quas primas über das Fest unseres Herrn Jesus Christus, des Königs, 11. Dezember 1925, AAS 17 (1925), S. 593 bis 610. Lateinisch und englisch auf vatican.va; Absatzzählung nach der englischen Fassung.
  2. Missale Romanum, Editio typica 1962: Dominica ultima octobris, D. N. Iesu Christi Regis, Nr. 3938 bis 3949; Praefatio de D. N. Iesu Christo Rege; Rubricae generales Nr. 17, 91, 115 und 120; Rubrik zur Palmprozession Nr. 20. Digitalisat auf archive.org.
  3. Leo XIII.: Rundschreiben Annum sacrum, 25. Mai 1899. vatican.va
  4. Codex Iuris Canonici von 1917, can. 1247 und 1248. codex-iuris-canonici.de
  5. Übersetzungen aus dem Lateinischen von der Redaktion; Bibelstellen nach der Vulgata.

Zuletzt geprüft am 19. Oktober 2026.

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