Heilige

Geschenke zum Namenstag: Heiligenbild, Statue und Gebet für den Patron

Zum Namenstag schenkt man etwas vom Heiligen, nach dem einer heißt: sein Bild, seine Statue oder ein Gebet. Was passt, wie man den Tag feiert und welche Namenstage im November liegen.

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Der Namenstag ist der stillere Bruder des Geburtstags. Gefeiert wird nicht das eigene Lebensjahr, sondern der Heilige, dessen Namen man in der Taufe erhalten hat. Darum passen zum Namenstag vor allem Geschenke, die mit diesem Heiligen zu tun haben: sein Bild, seine Statue, ein Gebet zu ihm. Dieser Ratgeber zeigt, was passt, wie katholische Familien den Tag früher begangen haben und welche Namenstage im November liegen.

Das Wichtigste in Kürze
  • Der Namenstag ist der Festtag des Namenspatrons, also des Heiligen, dessen Namen man in der Taufe erhalten hat. Ein Geschenk zum Namenstag erinnert an diesen Heiligen.
  • Ein Regensburger Hausbuch für christliche Mütter von 1893 nennt den Namenstag von Vater, Mutter und Geschwistern einen Anlass für „eine kleine Festfeier“ mit „heiteren Ueberraschungen“.
  • Im November liegen nach dem Kalender von 1962 unter anderem die Feste der Heiligen Karl (4.), Martin (11.), Elisabeth (19.), Cäcilia (22.), Katharina (25.) und Andreas (30.).
  • Das kurze Gebet an den himmlischen Patron ist nach der Ablasssammlung von 1952 mit einem Ablass von 300 Tagen versehen (Preces et pia opera, Nr. 581).

Was schenkt man zum Namenstag?

Zum Namenstag schenkt man traditionell etwas, das an den Namenspatron erinnert: ein Bild oder eine Statue des Heiligen, eine Medaille mit seinem Bild, ein Gebet zu ihm oder einen Kalender, der durch das Kirchenjahr führt. Kleine Geschenke genügen, denn gefeiert wird der Heilige.

Ein Namenstagsgeschenk soll dem Beschenkten helfen, seinen Patron besser kennenzulernen und ihn öfter anzurufen. Der Katholische Katechismus der Bistümer Deutschlands von 1955 nennt den Namenspatron das „Vorbild“ und den „Fürsprecher“ des Kindes. Ein Bild im Zimmer macht beides sichtbar. Eine Auswahl finden Sie unter den Statuen von Heiligen und den Wandbildern der Heiligen.

Geschenk Passt für Hinweis
Wandbild des Patrons Kinder und Erwachsene je nach Motiv DIN A4, manche auch DIN A5
Statue des Patrons Hausaltar, Herrgottswinkel etwa 30 cm hoch, von Hand bemalt
Rosenkranz mit Heiligenmedaille wer täglich betet Mittelstück aus unserem Angebot, etwa Erzengel Michael oder Benediktusmedaille
liturgischer Taschenkalender wer das Kirchenjahr mitgeht Angaben nach den Rubriken von 1962
Karte mit Gebet zum Patron jeden Anlass, auch zum Beilegen Wortlaut weiter unten

Wie feiert man den Namenstag katholisch?

Den Namenstag feiert man katholisch mit einem Dank für die heilige Taufe, einem Gebet zum Namenspatron und einer kleinen Feier im Familienkreis. Ein Regensburger Gebetbuch von 1875 empfiehlt, an diesem Tag auch die Taufgelübde zu erneuern.

Dieses Gebetbuch, erschienen bei Coppenrath, führt unter den Gebeten am Namenstag zuerst ein Dankgebet für die heilige Taufe auf und verweist danach auf die Erneuerung der Taufgelübde. Der Katechismus von 1955 schlägt vor, dass jedes Kind seine eigene Taufkerze habe, die „am Tauftag und am Namenstag angezündet werden“ kann.

Die Familie gehört dazu. Das Hausbuch „Mutter-Liebe“, ein Gebet- und Lehrbuch für christliche Mütter, Regensburg 1893, beschreibt das christliche Heim so: Dort gingen besondere Ereignisse, „wie der Namenstag des Vaters, der Mutter, der Geschwister“, nie vorüber ohne eine kleine Festfeier „mit heiteren Ueberraschungen und gutgemeinten Beweisen einer herzlichen Liebe“. Ein Geschenk zum Namenstag ist so ein Beweis, und es darf klein sein.

Welches Heiligenbild passt zum Namenstag?

Zum Namenstag passt das Bild des Heiligen, nach dem der Beschenkte getauft ist. Wer Josef heißt, bekommt den heiligen Josef, wer Michael heißt, den Erzengel. Trägt der Name mehrere Heilige, wählt man den, dessen Fest der Beschenkte feiert.

Die Tabelle nennt Heilige, deren Bild oder Statue wir führen, mit ihrem Fest im Missale Romanum von 1962. Der Bestand ändert sich, die Seitenleiste zeigt, was lieferbar ist.

Name Heiliger Fest 1962 bei uns als
Johannes hl. Johannes Bosco 31. Januar Wandbild, Statue
Thomas hl. Thomas von Aquin 7. März Wandbild, Statue
Josef hl. Josef 19. März Wandbild
Benedikt hl. Benedikt 21. März Wandbild
Anton hl. Antonius von Padua 13. Juni Statue
Peter hl. Apostel Petrus 29. Juni Statue
Alfons hl. Alfons Maria von Liguori 2. August Wandbild
Augustin hl. Augustinus 28. August Wandbild, Statue
Michael hl. Erzengel Michael 29. September Wandbild
Theresia hl. Theresia vom Kinde Jesu 3. Oktober Wandbild
Bild des heiligen Josef mit Lilie und dem Jesuskind auf dem Arm, an eine helle Wand gelehnt
Der heilige Josef mit dem Jesuskind, ein Geschenk zum 19. März. Wandbild aus unserem Sortiment, geliefert ohne Rahmen.

Welche Namenstage liegen im November?

Im November liegen nach dem Kalender von 1962 die Namenstage von Karl am 4., Martin am 11., Albert am 15., Gertrud am 16., Elisabeth am 19., Cäcilia am 22., Katharina am 25. und Andreas am 30. November. Der Monat ist deshalb eine dichte Zeit für Geschenke zum Namenstag.

Gemeint sind die Feste der Gesamtkirche im Missale Romanum von 1962: der heilige Karl Borromäus, Bischof, am 4. November, der heilige Martin, Bischof, am 11., der heilige Albert der Große, Bischof und Kirchenlehrer, am 15., die heilige Jungfrau Gertrud am 16., die heilige Witwe Elisabeth am 19., die heilige Cäcilia, Jungfrau und Märtyrin, am 22., die heilige Katharina, Jungfrau und Märtyrin, am 25. und der Apostel Andreas am 30. November. Wer einen Namen sucht, der hier fehlt, findet ihn oft im Martyrologium Romanum, dem amtlichen Verzeichnis der Heiligen für jeden Tag des Jahres.

Den ganzen Jahreskreis mit den liturgischen Angaben nach 1962 enthält der katholische Taschenkalender 2027. Laut Beschreibung hat er im Rücken eine Falttasche, zum Beispiel für Heiligenbilder, und eignet sich damit selbst als Geschenk zum Namenstag.

Was schreibt man auf eine Karte zum Namenstag?

Auf eine Karte zum Namenstag schreibt man einen Glückwunsch zum Fest des Patrons und am besten ein kurzes Gebet zu ihm. Die Kirche hat dafür ein eigenes Gebet an den himmlischen Patron mit Ablass versehen, das sich in wenigen Zeilen abschreiben lässt.

Das Gebet steht in der Ablasssammlung Preces et pia opera von 1952 unter Nr. 581. Der Codex von 1917 verlangt, dass jeder Täufling einen christlichen Namen erhält (can. 761); dieses Gebet richtet sich an den Heiligen, dessen Namen er trägt.

Wer es fromm betet, gewinnt einen Ablass von 300 Tagen. Wer es einen ganzen Monat lang täglich betet, gewinnt unter den gewöhnlichen Bedingungen einen vollkommenen Ablass: heilige Beichte, heilige Kommunion, Besuch einer Kirche oder eines öffentlichen Oratoriums und Gebet nach Meinung des Heiligen Vaters. Die Bewilligungen stammen vom Heiligen Offizium vom 24. Juli 1912 und von der Apostolischen Pönitentiarie vom 10. Juni 1927; die englische Raccolta nennt dieselben Daten. Der Ablass ist an den lateinischen Wortlaut oder an eine kirchlich approbierte Übersetzung gebunden (CIC 1917, can. 934 § 2); unsere deutsche Fassung dient dem Verständnis.

Caelestis Patrone, cuius nomine glorior, semper precare pro me apud Deum: in fide confirma; in virtute robora; in pugna tuere, ut victor de hoste maligno gloriam aeternam consequi merear. Amen.

Himmlischer Patron, dessen Namens ich mich rühme, bitte allezeit für mich bei Gott: im Glauben stärke mich, in der Tugend festige mich, im Kampf beschütze mich, damit ich als Sieger über den bösen Feind die ewige Herrlichkeit zu erlangen verdiene. Amen.

Latein: Preces et pia opera, Vatikanstadt 1952, Nr. 581. Deutsch: wörtliche Übersetzung des MarcellusOnlineShop.

Muss ein Heiligenbild zum Namenstag geweiht sein?

Ein Heiligenbild zum Namenstag muss nicht geweiht sein, um verschenkt zu werden. Durch die Weihe eines Priesters wird es zum Sakramentale. Privat vorgenommen, kann jeder Priester diese Segnung ohne besondere Erlaubnis spenden.

Das Rituale Romanum sagt bei der feierlichen Segnung eines Bildes unseres Herrn, der Muttergottes oder eines Heiligen: Nur wenn Bilder zur öffentlichen Verehrung feierlich gesegnet werden, ist die Segnung dem Ordinarius vorbehalten; privat kann sie jeder Priester ohne Erlaubnis des Ordinarius vornehmen (Tit. VIII, cap. 25). Sakramentalien sind Dinge, deren sich die Kirche bedient, um durch ihre Fürbitte Wirkungen vor allem geistlicher Art zu erlangen (CIC 1917, can. 1144); die Frucht hängt nicht am Bild selbst, sondern am Gebet der Kirche und an der frommen Gesinnung dessen, der es gebraucht. Geweihte Dinge sind ehrfürchtig zu behandeln (can. 1150).

Aus der Werkstatt

Unsere Wandbilder, etwa das der heiligen Therese von Lisieux, sind auf matten Fotokarton von 216 bis 270 g/m² gedruckt und werden ohne Rahmen geliefert. Wir rollen sie nicht, sondern legen sie von Hand in einen schützenden Umschlag. So kommen sie flach an und lassen sich in einen Rahmen im passenden DIN-Format setzen.

Die Heiligenstatuen aus der Tabelle sind aus Kunstharz, farbig von Hand bemalt und etwa 30 cm hoch. Bei vielen unserer Rosenkränze sind Mittelstücke und Kreuze aus unserem Angebot frei kombinierbar, etwa mit dem Erzengel Michael oder der Benediktusmedaille; den Wunsch schreiben Sie beim Bestellen ins Bemerkungsfeld.

Bild der heiligen Theresia von Lisieux mit Rosen und Kruzifix auf schwarzem Grund mit goldenem Heiligenschein Zum 3. Oktober Wandbild Hl. Therese von Lisieux Druck auf mattem Premium-Fotokarton in DIN A4, ohne Rahmen, von Hand verpackt. Zum Wandbild Titelseite des katholischen Marienkalenders 2027 mit dem Bild Maria vom Siege Für das ganze Jahr Taschenkalender 2027 Berliner Marienkalender mit allen liturgischen Angaben nach den Rubriken von 1962, im Taschenformat 10 x 14,5 cm. Zum Kalender

Häufige Fragen zu Geschenken zum Namenstag

Was ist der Unterschied zwischen Namenstag und Geburtstag?

Der Namenstag ist das Fest des Heiligen, dessen Namen man trägt. Der Geburtstag ist der Tag der eigenen Geburt. Den Namenstag feiern alle, die nach demselben Heiligen heißen, am selben Tag, weil er sich nach dem Kalender der Kirche richtet.

Schenkt man auch Erwachsenen etwas zum Namenstag?

Auch Erwachsenen schenkt man etwas zum Namenstag. Das Hausbuch „Mutter-Liebe“ von 1893 nennt ausdrücklich den Namenstag des Vaters und der Mutter neben dem der Geschwister als Anlass für eine kleine Feier.

Wann ist der Namenstag, wenn mehrere Heilige den Namen tragen?

Tragen mehrere Heilige denselben Namen, feiert man in der Regel den Heiligen, nach dem man getauft wurde. Theresia etwa kann am 15. Oktober mit Teresa von Avila oder am 3. Oktober mit Theresia vom Kinde Jesu feiern.

Darf man ein geweihtes Heiligenbild verschenken?

Ein geweihtes Heiligenbild darf man verschenken. Es bleibt ein Sakramentale und soll ehrfürchtig behandelt werden. Ist es noch nicht geweiht, kann der Beschenkte es selbst von einem Priester weihen lassen.

Quellen
  1. Missale Romanum, Ausgabe 1962, Proprium de Sanctis (Festdaten).
  2. Preces et pia opera indulgentiis ditata, Vatikanstadt 1952, Nr. 581 und Praenotanda 4.
  3. The Raccolta, hg. von Joseph P. Christopher und Charles E. Spence nach der amtlichen Ausgabe der Preces et pia opera von 1938, Benziger Brothers, New York 1943, Nr. 535. archive.org
  4. Mutter-Liebe. Ein Gebet- und Lehrbuch für christliche Mütter, Bd. 2, Regensburg: Pustet 1893, S. 428. archive.org
  5. Jesus, meine Liebe! Katholisches Gebetbuch, Regensburg: Coppenrath 1875, S. 640 f. (Gebete am Namenstag). archive.org
  6. Katholischer Katechismus der Bistümer Deutschlands, 1955, S. 114. archive.org
  7. Rituale Romanum, Editio quinta juxta typicam, Regensburg 1937, Tit. VIII, cap. 25.
  8. The Roman Martyrology, nach der römischen Ausgabe von 1914, Baltimore 1916. archive.org
  9. Codex Iuris Canonici von 1917, can. 761, 934, 1144 und 1150. codex-iuris-canonici.de

Zuletzt geprüft am 26. Oktober 2026.

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Wir knüpfen Rosenkränze von Hand in unserer Werkstatt in Deutschland und schreiben im Ratgeber über Gebete, Devotionalien und den überlieferten katholischen Glauben.

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