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Marienstatue: welche Darstellung der Muttergottes was bedeutet

Immaculata, Lourdes, Fatima, Schmerzensmutter, Mutter mit Kind und Himmelskönigin: woran Sie die Darstellungen der Muttergottes erkennen, was sie bedeuten und welche Statue zu Ihrer Andacht passt.

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Eine Frau in weißem Kleid mit blauem Gürtel, eine gekrönte Mutter mit dem Kind auf dem Arm, eine Jungfrau mit ausgebreiteten Händen: Jede Marienstatue zeigt dieselbe Person und erzählt doch etwas anderes. Wer eine Statue der Muttergottes für das eigene Haus sucht, steht deshalb schnell vor der Frage, welche Darstellung was bedeutet. Dieser Ratgeber erklärt die sechs verbreiteten Formen, ihre Erkennungszeichen, ihre Feste nach dem Kalender von 1962 und die Lehre der Kirche über die Verehrung heiliger Bilder.

Das Wichtigste in Kürze
  • Eine Marienstatue ist ein plastisches Bild der allerseligsten Jungfrau Maria, das die Gläubigen um ihretwillen ehren, nicht um des Materials willen.
  • Die verbreiteten Darstellungen sind die Immaculata, die Muttergottes von Lourdes und von Fatima, die Schmerzensmutter, Maria mit dem Kind und die Himmelskönigin.
  • Jede Darstellung hat eigene Erkennungszeichen und meist ein eigenes Fest, etwa den 8. Dezember, den 11. Februar, den 15. September oder den 31. Mai.
  • Das Kirchenrecht von 1917 nennt es „gut und nützlich“, die Heiligen anzurufen und ihre Bilder zu verehren; vor allen anderen sollen die Gläubigen die allerseligste Jungfrau mit kindlicher Andacht ehren (can. 1276).

Was ist eine Marienstatue?

Eine Marienstatue ist eine geschnitzte, gegossene oder geformte Figur der allerseligsten Jungfrau Maria. Sie steht in Kirchen, an Wegkreuzen und in vielen katholischen Häusern auf dem Hausaltar, damit die Gläubigen beim Anblick an die Muttergottes denken und sie um ihre Fürbitte anrufen.

Die Kirche hat Bilder und Statuen der Muttergottes immer gutgeheißen. Das Konzil von Trient bestimmte im Dezember 1563, die Bilder Christi, der jungfräulichen Gottesmutter und der anderen Heiligen seien vor allem in den Kirchen zu haben und zu behalten und ihnen gebühre die schuldige Ehre und Verehrung. Der Codex des kanonischen Rechts von 1917 nennt es „gut und nützlich“, die Heiligen anzurufen und ihre Bilder zu verehren, und fügt hinzu, vor allen anderen sollten alle Gläubigen die allerseligste Jungfrau Maria „mit kindlicher Andacht“ ehren (can. 1276).

Eine Statue ist dabei nichts anderes als ein Bild in drei Dimensionen. Das Rituale Romanum kennt eine eigene Segnung für Bilder; ihr Gebet spricht von Bildern, die „gemeißelt oder gemalt“ werden, und nennt die Skulptur ausdrücklich.

Welche Darstellungen der Muttergottes gibt es?

Die verbreiteten Marienstatuen zeigen die Immaculata, die Muttergottes von Lourdes, die Muttergottes von Fatima, die Schmerzensmutter, Maria mit dem Kind und die Himmelskönigin. Dazu kommt das Unbefleckte Herz Mariä. Jede Darstellung betont ein anderes Geheimnis aus dem Leben der Muttergottes.

Darstellung Erkennungszeichen und Bedeutung Fest 1962
Immaculata Mondsichel, Sternenkranz, Schlange unter dem Fuß, oft ausgebreitete Hände; ohne Erbsünde empfangen (Dogma 1854) 8. Dez.
Lourdes weißes Kleid, blauer Gürtel, gefaltete Hände, Rosenkranz; Erscheinungen 1858 11. Feb.
Fatima weißer Mantel mit Goldsaum, Krone, Rosenkranz; Erscheinungen 1917 keines
Dolorosa Schmerzensmutter: Schwerter im Herzen oder der Leichnam Christi im Schoß (Pietà); Mitleiden unter dem Kreuz 15. Sept.
Mit Kind Jesuskind auf dem Arm; Gottesmutterschaft 11. Okt.
Königin Krone, oft Zepter und gekröntes Kind; Königtum Mariens 31. Mai
Herz Mariä Herz mit Flamme und Strahlen auf der Brust; Unbeflecktes Herz 22. Aug.

Die Feste stehen so im Kalender des Missale Romanum von 1962; der 11. Oktober ist das Fest der Mutterschaft Mariens. Eine Übersicht über alle Statuen der Muttergottes zeigt, wie unterschiedlich dieselbe Gestalt wirken kann.

Was bedeutet die Immaculata mit Mondsichel und Schlange?

Die Immaculata zeigt die allerseligste Jungfrau als die Unbefleckt Empfangene, die vom ersten Augenblick ihrer Empfängnis an ohne Erbsünde war. Die Mondsichel und der Sternenkranz stammen aus der Offenbarung des Johannes, die Schlange unter ihrem Fuß aus dem ersten Buch Mose. Papst Pius IX. verkündete das Dogma am 8. Dezember 1854.

In der Offenbarung erscheint am Himmel „ein Weib, mit der Sonne bekleidet, den Mond unter ihren Füßen und auf ihrem Haupte eine Krone von zwölf Sternen“ (Apk 12, 1, aus der Vulgata übersetzt). Die Kirche liest diesen Vers in der Messe vom 11. Februar. Im Tractus dieser Messe, dem Gesang vor dem Evangelium, den die Kirche in der Vorfastenzeit ab Septuagesima singt, heißt es: Felix es, sacra Virgo Maria … quae serpentis caput virgineo pede contrivisti, „Glücklich bist du, heilige Jungfrau Maria, … die du der Schlange den Kopf mit jungfräulichem Fuß zertreten hast.“

Viele Immaculata-Statuen zeigen Maria außerdem mit leicht geöffneten, gesenkten Händen. Unsere Immaculata-Statue gehört zu diesem Typ.

„Ich will Feindschaft setzen zwischen dir und dem Weibe, und zwischen deinem Samen und ihrem Samen: sie wird deinen Kopf zertreten, und du wirst ihrer Ferse nachstellen.“

Gen 3, 15, nach der Übersetzung von Joseph Franz Allioli

Woran erkennt man die Muttergottes von Lourdes und von Fatima?

Die Muttergottes von Lourdes trägt ein weißes Kleid, einen weißen Schleier und einen himmelblauen Gürtel, die Hände gefaltet, den Rosenkranz am Arm. Die Muttergottes von Fatima trägt einen weißen Mantel mit Goldsaum, meist eine Krone und ebenfalls einen Rosenkranz. Beide Statuen erinnern an kirchlich anerkannte Erscheinungen.

Lourdes-Statuen folgen in diesen Merkmalen der Beschreibung der heiligen Bernadette Soubirous. Henri Lasserre gibt sie in seinem Buch über Lourdes so wieder: ein weißes Kleid, ein Gürtel „blau wie der Himmel“, ein weißer Schleier, auf jedem Fuß eine goldene Rose und ein Rosenkranz mit weißen Perlen an goldener Kette. Die Erscheinungen fanden 1858 statt, der Bischof von Tarbes erkannte sie am 18. Januar 1862 an.

In Fatima sahen drei Hirtenkinder an der Cova da Iria vom 13. Mai bis Oktober 1917 die Muttergottes. Der Bischof von Leiria erklärte die Erscheinungen in seinem Hirtenbrief vom 13. Oktober 1930 für glaubwürdig und erlaubte offiziell die Verehrung. Am 13. Mai 1946 krönte der Kardinallegat Papst Pius' XII. die Gnadenstatue in Fatima. Auch unsere Fatima-Statue trägt eine Krone.

Statue der Muttergottes von Fatima mit Krone, weißem Mantel mit Goldsaum und Rosenkranz in den gefalteten Händen
Die Muttergottes von Fatima mit Krone und Rosenkranz, 33 cm, farbig handbemaltes Kunstharz. Statue aus unserem Sortiment.

Was zeigen Schmerzensmutter, Maria mit dem Kind und Himmelskönigin?

Die Schmerzensmutter zeigt die Muttergottes unter dem Kreuz, oft mit Schwertern im Herzen oder mit dem toten Sohn im Schoß. Maria mit dem Kind zeigt sie als Gottesmutter. Die Himmelskönigin trägt Krone und Zepter, weil Christus, ihr Sohn, König ist.

Die Schwerter der Schmerzensmutter gehen auf die Weissagung Simeons zurück: „und ein Schwert wird deine eigne Seele durchdringen“ (Lk 2, 35, Allioli). Am 15. September feiert die Kirche das Fest der Sieben Schmerzen Mariens und singt die Sequenz, den Gesang vor dem Evangelium, Stabat Mater dolorosa, „Es stand die Mutter schmerzerfüllt“ (eigene Übersetzung). Die Pietà, die Mutter mit dem Leichnam des Sohnes, gehört zur selben Andacht.

Die Mutter mit dem Kind zeigt den Grund aller Marienverehrung: die allerseligste Jungfrau ist die Mutter Gottes. Gegen Nestorius bekannte die Kirche auf dem Konzil von Ephesus 431 die allerseligste Jungfrau als Gottesgebärerin. Die Himmelskönigin feiert die Kirche seit dem Rundschreiben Ad caeli reginam Pius' XII. vom 11. Oktober 1954 am 31. Mai. Im Salve Regina grüßt sie die Muttergottes als „Königin, Mutter der Barmherzigkeit“. Das Unbefleckte Herz Mariä hat sein Fest am 22. August; Pius XII. weihte ihm am 31. Oktober 1942 die Kirche und das ganze Menschengeschlecht.

Salve, Regina, mater misericordiae, vita, dulcedo et spes nostra, salve. Ad te clamamus exsules filii Hevae; ad te suspiramus gementes et flentes in hac lacrymarum valle. Eia ergo, advocata nostra, illos tuos misericordes oculos ad nos converte. Et Iesum, benedictum fructum ventris tui, nobis post hoc exsilium ostende, o clemens, o pia, o dulcis Virgo Maria.

Sei gegrüßt, o Königin, Mutter der Barmherzigkeit, unser Leben, unsere Wonne und unsere Hoffnung sei gegrüßt. Zu dir rufen wir verbannte Kinder Evas, zu dir seufzen wir trauernd und weinend in diesem Tale der Tränen. Wohlan denn, unsere Fürsprecherin, wende deine barmherzigen Augen zu uns, und nach diesem Elend zeige uns Jesus, die gebenedeite Frucht deines Leibes. O gütige, o milde, o süße Jungfrau Maria.

Salve Regina. Latein nach Preces et pia opera (1952), Nr. 332, aus dem Römischen Brevier; deutsch im Wortlaut unseres Gebetsbegleiters zum Rosenkranz

Betet man eine Marienstatue an?

Eine Marienstatue wird nicht angebetet. Anbetung gebührt allein Gott. Die Muttergottes selbst ehrt die Kirche mit einer besonderen Verehrung, die über der Verehrung der Heiligen steht, und die Statue ehrt man nur um der Person willen, die sie darstellt.

Das Kirchenrecht von 1917 unterscheidet genau: Gott gebührt die Anbetung (cultus latriae), der allerseligsten Jungfrau die Hyperdulie, also die höchste Verehrung, die einem Geschöpf zukommt, den übrigen Heiligen die Dulie, die Verehrung der Heiligen. Bildern gebührt eine Verehrung, die sich auf die dargestellte Person bezieht (can. 1255). Das Konzil von Trient sagt, man verehre die Bilder nicht, als wohne in ihnen eine Gottheit oder Kraft, und setze kein Vertrauen auf sie, wie einst die Heiden auf ihre Götzen. Die Ehre gehe auf die Urbilder über, die sie darstellen.

Eine Statue wirkt deshalb nicht aus sich selbst. Wer vor ihr betet, wendet sich an die Muttergottes im Himmel und bittet sie um ihre Fürsprache bei Gott.

Welche Marienstatue passt in Ihr Zuhause?

Welche Marienstatue passt, hängt von Ihrer Andacht ab. Wer den Rosenkranz betet, wählt oft Lourdes oder Fatima, wer am Hausaltar das Kirchenjahr mitfeiert, die Immaculata oder die Schmerzensmutter. Für eine Kommode oder ein Wandbord eignet sich eine Statue von etwa 30 Zentimetern Höhe.

Drei Fragen helfen bei der Wahl. Welches Geheimnis der Muttergottes liegt Ihnen besonders nahe? Gibt es in Ihrer Familie einen Wallfahrtsort, einen Namenstag oder ein Fest, an das die Statue erinnern soll? Und wo soll sie stehen: auf dem Hausaltar, im Kinderzimmer oder am Krankenbett? Neben Statuen führen wir auch Wandbilder der Muttergottes, etwa das Wandbild Mater Dolorosa, eine Pietà nach Michelangelo.

Eine Statue für das Haus muss nicht geweiht sein. Das Rituale Romanum erlaubt aber jedem Priester, ein Bild oder eine Statue privat ohne Erlaubnis des Ordinarius, in der Regel des Bischofs, zu segnen. Das Segensgebet sagt, Gott verwerfe es nicht, dass Bilder der Heiligen gemeißelt oder gemalt werden, damit wir, sooft wir sie mit leiblichen Augen anschauen, ihre Taten und ihre Heiligkeit betrachten und nachahmen.

Dann bittet die Kirche, dass jeder, der vor ihm die allerseligste Jungfrau demütig verehrt und ehrt, durch ihre Verdienste und Fürsprache Gnade in diesem Leben und die ewige Herrlichkeit erlange. Geweihte Gegenstände behandelt man ehrfürchtig und nicht zu profanem Gebrauch (CIC 1917, can. 1150).

Aus unserem Sortiment

Unsere Marienstatuen sind aus Kunstharz und farbig von Hand bemalt. Die Höhen liegen zwischen 27,7 und 33 Zentimetern: das Herz Mariä misst 27,7, die Immaculata und Maria mit dem Kind 31, die Lourdes-Madonna 32 und die Muttergottes von Fatima 33 Zentimeter.

Damit passen sie auf einen Hausaltar oder ein schmales Wandbord, ohne den Raum zu beherrschen.

Statue der Immaculata mit weißem Kleid, blauem Mantel und geöffneten, leicht gesenkten Händen Im Artikel erwähnt Muttergottes Statue Immaculata Die Unbefleckt Empfangene, 31 cm hoch, aus Kunstharz und farbig handbemalt. Zur Statue

Häufige Fragen zur Marienstatue

Wo stellt man eine Marienstatue auf?

Eine Marienstatue stellt man an einen ruhigen, würdigen Platz: auf den Hausaltar, ein Wandbord oder in den Herrgottswinkel. Wichtig ist ein Platz, der frei von Alltagsdingen bleibt.

Darf man eine Marienstatue verschenken?

Eine Marienstatue darf man verschenken, geweiht oder ungeweiht. Als Anlass eignen sich etwa eine Hochzeit, der Einzug in ein neues Haus oder die Erstkommunion.

Was ist der Unterschied zwischen Marienstatue und Marienbild?

Marienstatue und Marienbild unterscheiden sich nur in der Form. Für die Kirche sind beide heilige Bilder, die um der Muttergottes willen verehrt werden (CIC 1917, can. 1255). Eine Statue braucht Stellfläche, ein Bild hängt an der Wand. Eine Auswahl finden Sie unter unseren katholischen Statuen.

Was tun mit einer beschädigten geweihten Marienstatue?

Eine beschädigte geweihte Marienstatue gehört nicht in den Hausmüll, denn geweihte Dinge sind ehrfürchtig zu behandeln (CIC 1917, can. 1150). Fragen Sie Ihren Priester, wie sie würdig beseitigt wird.

Quellen
  1. Codex Iuris Canonici von 1917, can. 1150, 1255 und 1276. codex-iuris-canonici.de
  2. Konzil von Trient, Sessio XXV (Dezember 1563), Dekret über die Anrufung, Verehrung und Reliquien der Heiligen und die heiligen Bilder; lateinisch nach Ph. Schaff, Creeds of Christendom, Bd. II (1877). ccel.org
  3. Missale Romanum 1962: Kalendarium; Messen vom 11. Februar (Apk 12, 1; Tractus), vom 15. September (Sequenz Stabat Mater), vom 31. Mai und vom 22. August.
  4. Die Heilige Schrift, übersetzt von J. F. Allioli, Landshut: Gen 3, 15 (Bd. 1, 4. Auflage 1859) archive.org und Lk 2, 35 (Bd. 5, 1839) archive.org
  5. Pius IX.: Bulle Ineffabilis Deus vom 8. Dezember 1854.
  6. Henri Lasserre: Our Lady of Lourdes, englische Ausgabe 1870, Beschreibung der Erscheinung und Hirtenbrief des Bischofs von Tarbes vom 18. Januar 1862. archive.org
  7. Voz da Fátima, 13. Oktober 1930: Hirtenbrief des Bischofs von Leiria über die Verehrung Unserer Lieben Frau von Fatima. fatima.pt
  8. Pius XII.: Rundfunkbotschaft an die Gläubigen Portugals vom 31. Oktober 1942 und Rundfunkbotschaft zur Krönung Unserer Lieben Frau von Fatima vom 13. Mai 1946. vatican.va (1942), vatican.va (1946)
  9. Pius XII.: Rundschreiben Ad caeli reginam vom 11. Oktober 1954. vatican.va
  10. Rituale Romanum, Tit. VIII, cap. 25: Segnung eines Bildes Christi, der allerseligsten Jungfrau oder eines Heiligen (Ausgabe Regensburg 1937).
  11. H. Denzinger: Enchiridion symbolorum, Freiburg 1911, Nr. 113 (Konzil von Ephesus 431).
  12. Preces et pia opera, Ausgabe 1952, Nr. 332: Salve Regina (lateinisch). archive.org
  13. MarcellusOnlineShop: Rosenkranz beten, Anleitung mit allen Gebeten (Gebetsbegleiter), deutscher Wortlaut des Salve Regina.

Zuletzt geprüft am 26. Oktober 2026.

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