Devotionalien

Bleibende Geschenke zur Taufe: Kreuz, Namenspatron und Rosenkranz

Kreuz, Heiligenbild oder Rosenkranz: Welche Geschenke zur Taufe bleiben, warum sie aus dem Taufritus selbst kommen und was erst später in Kinderhände gehört.

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Strampler werden zu klein, Spielzeug geht verloren, und die Glückwunschkarten landen nach ein paar Jahren in einer Kiste. Bleibende Geschenke zur Taufe sind solche, die mit dem Kind mitwachsen und an den Tag erinnern, an dem es ein Kind Gottes wurde. Die Taufe selbst gibt dafür die Zeichen vor: das Kreuz, das der Priester auf Stirn und Brust zeichnet, das weiße Kleid, die brennende Kerze und den Namen eines Heiligen. Dieser Ratgeber zeigt, welche Geschenke daraus folgen, was schon zu einem Säugling passt und was erst später in seine Hände gehört.

Das Wichtigste in Kürze
  • Ein bleibendes Geschenk zur Taufe ist ein Andachtsgegenstand, der an das Sakrament erinnert und das Kind über Jahre begleitet: ein Kreuz, ein Bild oder eine Statue des Namenspatrons, später ein Rosenkranz.
  • Das Rituale Romanum lässt den Priester das Kind gleich zu Beginn, noch an der Schwelle der Kirche, mit dem Kreuz auf Stirn und Brust bezeichnen; gegen Ende überreicht er das weiße Kleid und die brennende Kerze (Tit. II, cap. 2, Nr. 4, 24 und 25).
  • Nach dem Kirchenrecht von 1917 sollen Kinder so bald wie möglich getauft werden und einen christlichen Namen erhalten (can. 770 und can. 761).
  • Rosenkränze sind wegen verschluckbarer Kleinteile nicht für Kinder unter drei Jahren geeignet. Einen Rosenkranz zur Taufe verwahren die Eltern, bis das Kind beten lernt.

Was sind bleibende Geschenke zur Taufe?

Bleibende Geschenke zur Taufe sind Gegenstände, die nicht verbraucht werden und einen Bezug zum Sakrament haben: ein Kreuz für das Kinderzimmer, ein Bild oder eine Statue des Namenspatrons, eine Darstellung der Muttergottes mit dem Jesuskind oder ein Rosenkranz, der für später bestimmt ist.

Sinnvoll wird ein Taufgeschenk, wenn es eine Geschichte erzählt, die das Kind später verstehen kann. Ein Kreuz erinnert an das Zeichen, mit dem der Priester es schon an der Schwelle der Kirche bezeichnet hat. Ein Heiligenbild zeigt den Patron, dessen Namen es trägt. Eine Statue der Muttergottes mit dem Kind auf dem Arm versteht schon ein Kleinkind ohne Erklärung. Die Tabelle ordnet die Möglichkeiten nach ihrem Bezug zur Taufe und nach dem Alter, ab dem sie gebraucht werden.

Geschenk Bezug zur Taufe Ab wann
Wandkreuz oder Stehkreuz Kreuzzeichen auf Stirn und Brust zu Beginn des Ritus sofort, außer Reichweite des Kindes
Bild oder Statue des Namenspatrons christlicher Name nach can. 761 sofort, dann zu jedem Namenstag
Muttergottes mit dem Jesuskind die allerseligste Jungfrau als Mutter sofort
Rosenkranz Gebetsschnur für später, Zeichen des Versprechens, im Glauben zu erziehen in Kinderhand nicht unter drei Jahren, meist zur ersten heiligen Kommunion
Taufkleid und Taufkerze Zeichen, die der Priester selbst überreicht aufbewahren

Statuen der Heiligen und der Muttergottes finden Sie in unserer Kollektion katholische Statuen.

Warum ist ein Kreuz ein gutes Taufgeschenk?

Ein Kreuz ist ein gutes Taufgeschenk, weil das Kreuz eines der ersten Zeichen der Taufe ist. Schon an der Schwelle der Kirche zeichnet der Priester mit dem Daumen ein Kreuz auf Stirn und Brust des Täuflings. Ein Kreuz im Kinderzimmer hält diesen Anfang sichtbar.

„Accipe signum Crucis tam in fronte, quam in corde …“ Empfange das Zeichen des Kreuzes auf der Stirn wie im Herzen.

Rituale Romanum, Ordo Baptismi parvulorum, Tit. II, cap. 2, Nr. 4 (Regensburg 1937), eigene Übersetzung

Das Rituale Romanum lässt den Priester zur Taufe an die Schwelle der Kirche treten, wo die Familie mit dem Kind draußen wartet (Tit. II, cap. 1, Nr. 68). Dort fragt er nach dem Namen, bezeichnet das Kind mit dem Kreuz und betet, Gott möge den mit dem Kreuz des Herrn Bezeichneten behüten. Ein Kreuz über dem Kinderbett nimmt diese Bitte auf.

Unser Wandkreuz von 35 cm hat ein Kreuz aus Holz und einen farbig handbemalten Korpus aus Kunstharz, mit einem Aufhänger an der Rückseite. Wer ein Kreuz für die Kommode sucht, findet das handgeschnitzte Stehkreuz Siena aus Lindenholz, 47 cm hoch und in Italien gefertigt. Alle Modelle für die Wand zeigt die Kollektion Wandkreuze, Kreuze zum Aufstellen stehen unter Stehkreuze.

Warum schenkt man zur Taufe ein Bild des Namenspatrons?

Ein Bild des Namenspatrons schenkt man zur Taufe, weil das Kind in der Taufe den Namen eines Heiligen erhält. Nach dem Kirchenrecht von 1917 sorgt der Pfarrer dafür, dass jeder Täufling einen christlichen Namen trägt. Mit dem Bild wächst die Beziehung zu diesem Heiligen von klein auf.

Can. 761 bestimmt: Der Pfarrer soll dafür sorgen, dass der Täufling einen christlichen Namen erhält. Kann er das nicht erreichen, fügt er dem Namen, den die Eltern gewählt haben, den Namen eines Heiligen hinzu und trägt beide ins Taufbuch ein. Das Rituale Romanum nennt den Grund. Man solle die Namen von Heiligen geben, quorum exemplis fideles ad pie vivendum excitentur, et patrociniis protegantur: durch deren Beispiel die Gläubigen zu frommem Leben angeregt und durch deren Fürsprache beschützt werden (Tit. II, cap. 1, Nr. 70).

Der Römische Katechismus fügt hinzu, die Ähnlichkeit des Namens solle zur Nachahmung der Tugend ermuntern und zur Bitte um den Beistand des Heiligen (Zweiter Teil, Von der Taufe, Nr. LXXIII).

Ein Bild des Patrons über dem Bett hat das Kind jeden Tag vor Augen, und jedes Jahr kommt der Namenstag dazu. Eine Auswahl finden Sie unter den Wandbildern der Heiligen; das Wandbild des heiligen Josef mit dem Jesuskind etwa gibt es in DIN A5 und DIN A4, gedruckt auf stabilem Fotokarton und ohne Rahmen.

Wandbild des heiligen Josef, der das Jesuskind auf dem Arm hält, als Druck ohne Rahmen
Der heilige Josef mit dem Jesuskind, ein Wandbild aus unserem Sortiment, etwa für ein Kind, das in der Taufe den Namen Josef erhält.

Ist ein Rosenkranz ein sinnvolles Geschenk zur Taufe?

Ein Rosenkranz ist ein sinnvolles Geschenk zur Taufe, wenn er für später gedacht ist. In die Hand eines Säuglings gehört er nicht, denn Rosenkränze enthalten verschluckbare Kleinteile. Die Eltern verwahren ihn, bis das Kind beten lernt, oft bis zur ersten heiligen Kommunion um das siebte Jahr.

Das Alter der ersten heiligen Kommunion regelt das Dekret Quam singulari der Sakramentenkongregation vom 8. August 1910, das der heilige Papst Pius X. gebilligt hat: Das Alter der Unterscheidung beginnt, wenn das Kind zu denken anfängt, circa septimum annum, also um das siebte Jahr. Ein Rosenkranz aus der Taufe hat bis dahin schon eine Geschichte. Schenken Sie ihn am besten in einem Kästchen und mit einem Satz dazu, für wen und zu welchem Tag er bestimmt ist.

Für die erste heilige Kommunion eignet sich etwa ein Rosenkranz mit Glasschliffperlen an weißer Kordel. Sie finden ihn bei den Rosenkränzen mit Glasperlen. Wie man ihn betet, zeigt unsere Anleitung zum Rosenkranz mit allen Gebeten.

Was bedeuten Taufkleid und Taufkerze?

Taufkleid und Taufkerze sind Zeichen aus dem Taufritus selbst. Nach der Taufe legt der Priester dem Kind ein weißes Tuch auf und spricht von dem Kleid, das es unbefleckt vor den Richterstuhl Christi tragen soll. Danach reicht er dem Kind oder dem Paten eine brennende Kerze.

Accipe vestem candidam, quam perferas immaculatam ante tribunal Domini nostri Jesu Christi, ut habeas vitam aeternam.
Accipe lampadem ardentem, et irreprehensibilis custodi Baptismum tuum: serva Dei mandata, ut, cum Dominus venerit ad nuptias, possis occurrere ei una cum omnibus Sanctis in aula caelesti, et vivas in saecula saeculorum.

Nimm hin das weiße Kleid, welches du unbefleckt vor den Richterstuhl unsers Herrn Jesu Christi bringen sollst, auf dass du das ewige Leben erlangest.
Empfange die brennende Leuchte und bewahre deine Taufe ohne Tadel: halte die Gebote Gottes, damit du, wenn der Herr zur Hochzeit kommt, ihm mit allen Heiligen im himmlischen Saal entgegengehen kannst und lebest in alle Ewigkeit.

Rituale Romanum, Tit. II, cap. 2, Nr. 24 und 25; deutsch: das Kleid nach dem Römischen Katechismus, Passau 1853, Nr. LXXI, die Kerze in eigener Übersetzung

Der Römische Katechismus deutet beide Zeichen. Das weiße Kleid bedeute die Herrlichkeit der Auferstehung, den Glanz der Seele nach der Tilgung der Sünden und die Unschuld, die der Getaufte sein ganzes Leben bewahren soll. Die brennende Kerze zeige an, dass der durch die Liebe entzündete Glaube durch gute Werke genährt und vermehrt werden müsse (Zweiter Teil, Von der Taufe, Nr. LXXI und LXXII). Kleid und Kerze sind deshalb Erinnerungsstücke, die in der Familie bleiben. Wer sie zusammen mit dem Taufkreuz aufbewahrt, hat später alles beisammen, was das Kind über seine Taufe wissen soll.

Muss ein Taufgeschenk geweiht sein?

Ein Taufgeschenk muss nicht geweiht sein, aber Kreuz, Bild und Rosenkranz werden erst durch die Segnung eines Priesters zu Sakramentalien. Ein Kreuz oder Heiligenbild für das eigene Haus darf jeder Priester ohne besondere Erlaubnis segnen. Die Kirche erfleht dabei Gottes Segen für den, der es gebraucht.

Das Rituale Romanum behält nur die feierliche Segnung von Kreuzen und Bildern, die zur öffentlichen Verehrung aufgestellt werden, dem Ordinarius vor, in der Regel dem Bischof, der sie jedem Priester übertragen kann. Privat kann sie jeder Priester spenden, sine ulla Ordinarii licentia (Tit. VIII, cap. 24 und 25). Sakramentalien sind nach dem Kirchenrecht von 1917 Dinge oder Handlungen, deren sich die Kirche bedient, um kraft ihrer Fürbitte Wirkungen vor allem geistlicher Art zu erlangen (can. 1144).

Ein geweihtes Kreuz über dem Kinderbett hat also keine Kraft aus sich selbst. Der heilige Thomas von Aquin nennt es erlaubt, heilige Worte oder Reliquien bei sich zu tragen, solange man allein auf die Ehrfurcht vor Gott schaut, von dem die Wirkung erwartet wird, und nicht auf die Art des Schreibens oder Umbindens; das Kreuzzeichen nennt er dabei ausdrücklich als erlaubt (Summa theologiae II-II, q. 96, a. 4). Geweihte Dinge sind ehrfürchtig zu behandeln, auch wenn sie Privatbesitz sind (can. 1150).

Aus der Werkstatt

In der Beschreibung unseres Rosenkranzes mit pfirsichfarbenen Glasschliffperlen steht der Hinweis, dass ein Rosenkranz ein Gebetsgegenstand und kein Spielzeug ist: wegen verschluckbarer Kleinteile nicht für Kinder unter drei Jahren, und lange Kordeln oder Ketten können eine Strangulationsgefahr sein. Deshalb gehört ein Rosenkranz zur Taufe in die Hände der Eltern.

Der Rosenkranz mit pfirsichfarbenen Glasschliffperlen ist von Hand an weißer Kordel gefertigt, mit Perlen von 8 mm, einer wundertätigen Medaille und einem Pardonkruzifix in Silber; Mittelstück und Kreuz lassen sich kombinieren, den Wunsch tragen Sie beim Bestellen ins Bemerkungsfeld ein. Die Statue der Muttergottes mit dem Jesuskind ist aus Kunstharz, farbig handbemalt und 31 cm hoch.

Statue der Muttergottes mit dem Jesuskind auf dem Arm, farbig handbemaltes Kunstharz Für das Kinderzimmer Statue Maria mit Kind Die Muttergottes mit dem Jesuskind auf dem Arm, aus Kunstharz, farbig handbemalt, 31 cm hoch. Zur Statue Wandkruzifix mit Holzkreuz und farbig handbemaltem Korpus aus Kunstharz, 35 cm hoch Das Taufkreuz Wandkreuz 35 cm Kreuz aus Holz mit farbig handbemaltem Korpus aus Kunstharz und Aufhänger an der Rückseite. Zum Kreuz

Häufige Fragen zu Geschenken zur Taufe

Was ist ein sinnvolles Geschenk zur Taufe?

Ein sinnvolles Geschenk zur Taufe hat einen Bezug zum Sakrament und wird über Jahre gebraucht: ein Kreuz, ein Bild des Namenspatrons oder eine Statue der Muttergottes mit dem Jesuskind. Ein Rosenkranz passt ebenfalls, wenn die Eltern ihn verwahren, bis das Kind beten lernt.

Was schenkt man zur Taufe als Gast?

Als Gast schenkt man zur Taufe etwas, das sich nicht mit den Gaben der Paten überschneidet, etwa ein Bild des Namenspatrons oder eine kleine Statue. Fragen Sie die Eltern vorher, ob schon ein Kreuz oder ein Rosenkranz vorgesehen ist.

Was schenkt der Taufpate?

Der Taufpate schenkt etwas, das zu seinem Amt passt. Nach can. 769 soll er sein geistliches Kind für immer als ihm anvertraut betrachten und für seine christliche Erziehung sorgen. Ein Kreuz zur Taufe und später ein Rosenkranz zur ersten heiligen Kommunion verbinden das Geschenk mit diesem Versprechen.

Wie bald nach der Geburt wird ein Kind getauft?

Ein Kind soll nach dem Kirchenrecht von 1917 so bald wie möglich getauft werden, quamprimum (can. 770). Das Rituale Romanum verlangt, dass Pfarrer und Prediger die Gläubigen häufig an diese schwere Pflicht erinnern (Tit. II, cap. 1, Nr. 39).

Quellen
  1. Codex Iuris Canonici von 1917, can. 761, 769, 770, 1144 und 1150. codex-iuris-canonici.de
  2. Rituale Romanum, Editio quinta juxta typicam, Regensburg 1937, Tit. II, cap. 1, Nr. 30, 39, 68 und 70; Tit. II, cap. 2, Nr. 4, 24 und 25; Tit. VIII, cap. 24 und 25.
  3. Römischer Katechismus nach dem Beschlusse des Conciliums von Trient, deutsch, Passau 1853, Zweiter Teil, Von der Taufe, Nr. LXXI bis LXXIII. archive.org
  4. Sacra Congregatio de disciplina Sacramentorum: Dekret Quam singulari vom 8. August 1910, Acta Apostolicae Sedis 2 (1910), S. 577 bis 583. vatican.va
  5. Thomas von Aquin: Summa theologiae II-II, q. 96, a. 4. corpusthomisticum.org
  6. Produktangaben des MarcellusOnlineShop, Stand 26. Oktober 2026.

Zuletzt geprüft am 26. Oktober 2026.

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